Konflikte zu lösen erfordert sowohl das Verständnis der Ursache als auch die Anwendung geeigneter Techniken wie den PowerCode zur Bewältigung. 

Hier sind einige Schritte, die Sie befolgen können.

Übersicht

 

  • Konflikte lösen

    • Den Konflikt verstehen
    • Kommunikation aufbauen
    • Wenn keine Verletzung der Systemgesetze vorliegt, Lösungen suchen
    • Sind die Systemgesetze verletzt, dann den PowerCode anwenden

 

  • Hilfreiche Überzeugungen um Konflikte lösen zu können

    • Konflikte lösen: Kein Täter- / Opfer-Denken sondern Verursacher- / Verletzter-Denken
    • Konflikte lösen: Ursache – Wirkung in unserer Sprache berücksichtigen
  • Wie kann ich einen Konflikt vermeiden?
  • Wie kann ich besser in Konfliktsituationen reagieren?
  • Fazit

Konflikte lösen

Den Konflikt verstehen

Um einen Konflikt effektiv zu lösen, müssen Sie zuerst verstehen, was ihn verursacht. Dies könnte auf der Sach- und Beziehungsebene Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse oder Unterschiede in Werten oder Zielen beinhalten. Oder er wird verursacht durch grundlegende emotionale Verletzungen der Systemgesetze. Fühlt sich jemand ausgeschlossen, nicht respektiert oder ungerecht behandelt, so wirken sich diese negativen Basisgefühle automatisch auf die Beziehungs- und Sachebene aus. 

Hausmodell

Kommunikation aufbauen

Der Schlüssel zur Lösung eines Konflikts ist die effektive Kommunikation. Sorgen Sie dafür, dass alle Parteien ihre Perspektiven, Gefühle und Bedürfnisse offen ausdrücken können.

Wenn keine Verletzung der Systemgesetze vorliegt, Lösungen suchen

Suchen Sie nach Lösungen, die den Bedürfnissen aller Parteien gerecht werden. Es ist wichtig, einen Kompromiss zu finden, der die Beziehung verbessert und weiteren Konflikten vorbeugt.

Sind die Systemgesetze verletzt, dann den PowerCode anwenden

Liegen emotionale Verletzungen vor, so hat dieser Konflikt einen zeitlichen Konfliktverlauf. Eine Person macht etwas, was die andere verletzt. Wird diese Verletzung nicht angesprochen und aufgelöst, so kommt es bewusst oder unbewusst zu einer Rückverletzung. Dadurch entsteht die Eskalationsschleife. An Lösungen zu denken, ist nicht möglich.

  • Um emotionale Konflikte lösen zu können, wird zuerst der Zeitpunkt gesucht, wo es zwischen den Konfliktpartnern die Welt noch in Ordnung war.
  • Ist dieser Zeitpunkt gefunden, wird geschaut, wer zuerst etwas getan hat, was den anderen etwas verletzt hat.
  • Ist dies gefunden, dann sagt die verletzte Person der verursachenden Person, was sie gemacht oder gesagt hat und wie das emotionale Gefühl war. Normalerweise weiß die verursachende Person vorher nicht, dass sie eine Verletzung ausgelöst hat. Deshalb kommt oft die Antwort: Das habe ich nicht gewusst und nicht gewollt. Es tut mir leid und es war nicht meine Absicht.
  • Dann wird die verursachende Person gefragt, was sie denn anders gemacht hätte, damit es zu keiner Verletzung kommt. Kann sie hier ein neues Verhalten sagen, was die verletzte Person glaubt, dann verändert sich die „Brille“, also die Überzeugung über die verursachende Person.
  • Zum Schluss nimmt die verursachende Person noch die entstandene Wut anteilig zu sich, da sie ja anteilig verantwortlich dafür ist. Du bist zurecht wütend auf mich, meinen Anteil übernehme ich. 
  • Jetzt geht man mit dem Wissen und dem aufgelösten Gefühl zum Zeitpunkt der Rückverletzung. Diese wäre dann nicht entstanden.
  • Die dort entstandende Verletzung wird nun aufgelöst mit umgekehrten Rollen.

 

Coaching Konfliktlösung

 

Nicht immer lässt sich der Konflikt so einfach lösen, denn es werden Voraussetzungen gebraucht, damit es möglich ist. 

  • Die Bereitschaft aller mitzumachen
  • Die Beteiligten müssen emotional stark genug sein, d.h. nicht zu hart oder zu weich im Verhalten
  • Es muss den Zeitpunkt geben, wo noch alles gut war

Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann holen Sie sich professionelle Unterstützung. Wir haben 25 jährige Erfahrung im Coaching in Hamburg oder Online, um festgefahrende Konflikte in der Partnerschaft, mit Freunden, im Job oder mit den Eltern aufzulösen.

 

Hilfreiche Überzeugungen um Konflikte lösen zu können

Zum Konflikte lösen wird nicht nur das richtige Handwerkszeug gebraucht sondern auch hilfreiche Überzeugungen. Eine erste ungelöste Systemgesetzverletzung führt zu einer Rückverletzung. Wir sprechen bei der Auflösung der ersten Systemgesetzverletzung vom Verursacher, der die erste Verletzung erzeugt hat und vom Verletzten. Kommt es zur Rückverletzung, so drehen sich die Rollen und der Verletzte wird zum Verursacher und der vorherige Verursacher wird zur verletzten Person. So erkennen beide Personen, dass sie jeweils verantwortlich sind.

Was zum Konflikte lösen nicht hilfreich ist, ist das bekannte Täter- / Opfer-Denken. Wir ersetzen es durch das abwechselnde Verursacher- / Verletzter-Denken.

 

Konflikte lösen: Kein Täter- / Opfer-Denken sondern Verursacher- / Verletzter-Denken

In komplexen Systemen, beispielsweise bei Konflikten in Teams oder Unternehmen, ist nicht mehr eindeutig zu sagen, welche Ursache der Konflikt hatte und was die Auswirkungen sind, denn eine Wirkung kann aus einer Ursache resultieren, die gleichzeitig, aber für uns unsichtbar, an anderer Stelle auftritt und selbst Wirkung derselben oder einer dritten Ursache ist. Von unserer Vorstellung der Kausalkette kommen wir also zu einem vernetzten komplexen Bild, in dem Ereignisse synchron an verschiedenen Stellen auftreten und zu Ergebnissen und Ereignissen führen. Das ist die sogenannte systemische Wechselwirkung. In einem System von Täter und Opfer zu sprechen, ist hinderlich und nicht hilfreich.

Es gibt Handlungen, Verantwortungen und die resultierenden Konsequenzen. Es gibt aber keine klare kausale lineare Ursache-Wirkungs-Kette. Nur wenn der Blickwinkel auf zwei Personen oder auf einen Zeitausschnitt eingeschränkt wird, sieht es wie eine lineare Kette aus, aus der dann der Ursache – Wirkungszusammenhang und dadurch Täter und Opfer abgeleitet werden kann. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht hilfreich, um Konflikte dauerhaft zu lösen.

 

Fragen dazu sind:

  • Wie groß muss ich den Ausschnitt wählen?
  • Wie weit muss ich in der Kausalkette zurückgehen?
  • Welche Wechselwirkungen oder Rückkopplungen hat es gegeben?

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen ist es, sorgfältig auf die Sprache zu achten, denn Sprache schafft zumindest auf der Gefühlsebene Realität.

 

Konflikte lösen: Ursache – Wirkung in unserer Sprache berücksichtigen

Oft verbinden wir zwei Handlungen miteinander, als gäbe es einen kausalen, ursächlichen Zusammenhang zwischen den beiden Handlungen. In der Realität besteht jedoch lediglich ein zeitlicher Zusammenhang. Hierbei geht es um den Glauben, dass jemand durch sein Handeln beim Anderen Gefühle oder Veränderungen des inneren Zustandes hervorrufen kann. Solange wir dieses glauben, sind wir abhängig vom Verhalten Anderer und geben unsere Eigenverantwortung ab. So entstehen Vorwürfe, die möglicherweise wie folgt geäußert werden:

 

  • Er macht mich wütend, weil er so unpünktlich ist.
  • Das ewige Genörgel meiner Frau macht mich krank.
  • Sie macht mich sehr glücklich.

 

In Situationen, in denen diese Ursache-Wirkung-Aussagen zu hören sind, ist es hilfreich, folgende Auflösungsfragen zu stellen:

 

  • Wie schafft er es durch seine Unpünktlichkeit, dass Sie wütend werden?
  • Wie genau erreicht Ihre Frau, dass Sie krank werden? Wollen Sie damit sagen, dass das Nörgeln Sie zwingt, krank zu werden?
  • Wie macht sie das? Was genau tut sie, dass Sie sich glücklich fühlen?

Tipps: Durch gezieltes Hinterfragen können wir unseren Gesprächspartner zu seiner Eigenverantwortlichkeit zurückführen. Die Voraussetzung ist, dass die Beziehung stimmt oder dass es die Erlaubnis zum Nachfragen gibt.

Präzisionsfragen:

 

  • Wie verursacht x …  genau y?
  • Wie genau schafft er mit seinem Verhalten x, dass Sie mit y reagieren?
  • Wie macht er das?
  • Wollen Sie damit sagen, dass x Sie notwendigerweise zu y zwingt?

Probieren Sie das mal aus, und fragen Sie Ihr Gegenüber als Betroffener, beispielsweise als Ehepartner.

Und werden Sie sich selbst als Betroffener bewusst, wann Sie Ihre Eigenverantwortung wieder einmal abgeben!

 

Wie kann ich einen Konflikt vermeiden?

Es ist nicht immer möglich, Konflikte vollständig zu vermeiden. Es ist jedoch möglich, das Risiko von Konflikten zu reduzieren, indem man effektiv kommuniziert, Empathie zeigt und proaktiv nach Lösungen sucht. Und permanent darauf achtet, die Systemgesetze woe Zugehörigkeit, Wertschätzung und Gerechtigkeit einzuhalten.

Wie kann ich besser in Konfliktsituationen reagieren?

Übung macht den Meister. Je mehr Sie Konfliktlösungsstrategien wie den PowerCode anwenden, desto besser werden Sie darin. Es kann auch hilfreich sein, Kurse oder Workshops zur Konfliktlösung zu besuchen. In unserer Systemischen Coaching und Mediation Ausbildung können Sie den PowerCode und viele weitere Methoden, die zur Konfliktlösung gebraucht werden, erlernen.

Fazit

Konflikte zu lösen ist kein leichtes Unterfangen, aber mit den richtigen Strategien und der richtigen Einstellung können Sie diese Herausforderungen bewältigen. Denken Sie daran, dass Konflikte nicht immer negativ sein müssen. Sie können auch eine Chance für Wachstum, Verständnis und positive Veränderung sein. Mit der Zeit und der Praxis werden Sie in der Lage sein, Konflikte effektiv zu lösen und dabei Ihre Beziehungen zu stärken.

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