Unternehmer Persönlichkeit entwickeln

Unternehmer- Coaching: Ziele erreichen, Stress und Ängste überwinden, Power und Erfolg erhalten

Als Unternehmer tragen Sie Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden, Familie und oft für ein ganzes Lebenswerk. Nach außen wirkt das stark und souverän, im Inneren sieht es jedoch nicht immer so aus. Viele Unternehmer erleben Phasen, in denen sie sich getrieben fühlen, schlecht abschalten können, an Entscheidungen zweifeln oder merken, dass alte Themen sie stärker beeinflussen, als ihnen lieb ist.
Persönlichkeitsentwicklung für Unternehmer bedeutet, ein stabiles inneres Fundament aufzubauen. Dieses Fundament ist die Voraussetzung dafür, unter Druck klar zu entscheiden, gesund zu bleiben und das Unternehmen im Einklang mit den eigenen Werten zu führen.

Auf dieser Seite geht es darum:

  • was eine starke Unternehmerpersönlichkeit ausmacht,
  • auf welchen Ebenen Entwicklung möglich ist und
  • wie typische innere Blockaden entstehen und gelöst werden.

Wenn Sie darüber hinaus einen strukturierten Coachingprozess suchen, in dem wir genau an diesen Ebenen arbeiten, finden Sie einen Überblick auf unserer Seite zum Unternehmer Coaching.

Typische Themen in der Persönlichkeitsentwicklung von Unternehmern

In der Arbeit mit Unternehmern tauchen bestimmte Themen immer wieder auf. Viele formulieren sie zunächst eher allgemein, etwa als Stress, Unzufriedenheit oder das Gefühl, dass „irgendetwas nicht rund läuft“. Dahinter stehen häufig:

  • Zweifel an der eigenen Rolle als Unternehmer, insbesondere in Wachstums- oder Krisenphasen
  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen, etwa gegenüber Mitarbeitern, Kunden oder der eigenen Familie
  • Loyalitätskonflikte zwischen Unternehmerrolle und Erwartungen aus dem Familiensystem
  • das Gefühl, es nie wirklich gut genug zu machen, unabhängig von äußeren Erfolgen
  • innere Unruhe, Grübelschleifen und das Unvermögen, wirklich abzuschalten

Diese Muster kommen nicht zufällig. Sie haben meist eine nachvollziehbare Geschichte, die oft weit vor der Unternehmensgründung beginnt.

Systemgesetze und inneres Fundament

Ein zentrales Element unserer Arbeit sind die Systemgesetze. Sie beschreiben grundlegende Bedürfnisse, etwa nach Zugehörigkeit, Anerkennung, Gerechtigkeit, klarer Ordnung und einem stimmigen Geben und Nehmen.

Werden diese Bedürfnisse verletzt und bleiben die dahinterliegenden Emotionen ungelöst, entstehen innere Spannungen und emotionale Konflikte, Misstrauen, Demotivation.

Für Unternehmer bedeutet das: Wenn alte Verletzungen aus Herkunftsfamilie, früheren Beziehungen oder früheren beruflichen Stationen aktiv bleiben, wirken sie im heutigen Handeln mit. Man reagiert dann nicht nur auf die aktuelle Situation, sondern auch auf alte Erfahrungen, zum Beispiel auf Ungerechtigkeit, Ausschluss oder fehlende Wertschätzung.

Persönlichkeitsentwicklung setzt genau hier an. Ziel ist, die verletzten Systemgesetze zu erkennen, die zugehörigen Gefühle ernst zu nehmen und sie mit SystemEmpowering zu lösen. So entsteht ein neues inneres Fundament, auf dem Entscheidungen ruhiger und klarer getroffen werden können.

Überblick über die Persönlichkeitsentwicklung

Zum einen tauchen im Coaching Ziele auf wie glücklich oder erfolgreich sein, gesund sein oder werden, Partnerschaft leben, Life-Work-Balance, Eltern und Führungskraft / Unternehmer sein können, Urvertrauen haben und loslassen können, seine Berufung finden oder unterstützende Überzeugungen generieren.

Zum anderen gibt es die Weg-von-Motivation als Anlass wie Misserfolg, wenig Selbstvertrauen, zu hoher Erfolgsdruck, Mobbing oder Burnout.

Zur dritten Gruppe gehören psychosomatische Erkrankungen und psychische Beeinträchtigungen wie Depressionen, Psychosen und Neurosen, Ängste, Zwänge, Süchte, Aggressionen, Krankheiten oder ADS/ADHS.

Im Coaching werden die Auswirkungen der beiden Weltkriege (Kriegsenkel) auf die Psyche und Gesundheit der heutigen Generation, den Unternehmen und deren Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

 

Ebenen der Persönlichkeitsentwicklung

Erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung setzt an unterschiedlichen Stellen im „Modell der Ebenen der Veränderung“ an. Als Beschreibungsmodell werden die Ebenen der Veränderung verwendet, welches eine Weiterentwicklung des Modells der „neurologischen Ebenen“ von Bateson und Dilts (Dilts, Die Veränderung von Glaubenssystemen – NLP Glaubensarbeit) ist. Denn es gibt viele verschiedene Ursachen von Mängeln oder Ängsten. An welchen Ebenen angesetzt werden kann, damit ein Mensch oder auch eine Organisation sich entwickeln kann, wird nun beschrieben.  

Ebenen der Unternehmerpersönlichkeit

Wir betrachten Entwicklung auf mehreren Ebenen, die sich gegenseitig beeinflussen:

  1. Systemgesetzebene: Sind Zugehörigkeit, Anerkennung und Gerechtigkeit geklärt oder gibt es alte oder aktuelle Verletzungen, die im SystemEmpowering mit dem PowerCode aufgelöst werden.
  2. Visions- und Sinnebene: Ist die Vision, der Sinn oder die Berufung bekannt und kann gelebt werden oder nicht.
  3. Identität: Wer bin ich als Unternehmer und als Mensch, wofür stehe ich wirklich
  4. Überzeugungen und Glaubenssätze: Welche inneren Sätze steuern mein Handeln, etwa „Ich darf keine Schwäche zeigen“ oder „Nur Leistung zählt“
  5. Fähigkeiten und Verhalten: Wie kommuniziere ich, wie setze ich Grenzen, wie treffe ich Entscheidungen
  6. Rahmenbedingungen: Welche Strukturen, Rollen und Zuständigkeiten im Unternehmen unterstützen mich, welche behindern mich

Wenn diese Ebenen nicht zusammenpassen, entsteht innere Spannung. Ein Unternehmer kann zum Beispiel eine starke fachliche Kompetenz haben, aber innerlich das Gefühl tragen, nicht wirklich dazuzugehören oder es niemandem recht machen zu können. Dann wird Führung anstrengend und die eigene Persönlichkeit arbeitet gegen die unternehmerischen Ziele.

Persönliche Geschichte und Unternehmersein

Unternehmer bringen ihre Biografie in das Unternehmen ein. Erfahrungen in der Herkunftsfamilie, in der Schule, im Studium, in früheren Jobs oder in der eigenen Beziehungsgeschichte prägen, wie jemand mit Verantwortung, Macht, Nähe, Erfolg und Misserfolg umgeht.
In der Praxis zeigt sich das zum Beispiel so:

  • Wer in der Kindheit häufig Kritik oder Abwertung erfahren hat, neigt später zu starkem Perfektionismus oder übermäßiger Kontrolle.
  • Wer früh Verantwortung für andere übernehmen musste, tut sich später schwer, Aufgaben abzugeben und Vertrauen zu schenken.
  • Wer Loyalitätskonflikte in der Familie erlebt hat, findet sich oft in ähnlichen Konflikten zwischen Familie, Unternehmen und eigenen Bedürfnissen wieder.

Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, vergangene Erlebnisse einfach „wegzureden oder zuzudeckeln“, sondern sie zu verstehen, einzuordnen und aufzulösen. SystemEmpowering bietet dafür einen strukturierten Rahmen.

Wie Veränderung im Coaching angestoßen wird

In einem strukturierten Prozess wird zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht. Welche Situationen im aktuellen Unternehmeralltag sind besonders belastend. Wo zeigen sich wiederkehrende Muster. Welche körperlichen oder emotionalen Signale deuten darauf hin, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist.
Dann wird gemeinsam geschaut, welche Systemgesetzverletzungen im Hintergrund wirksam sind. Mit SystemEmpowering gehen wir dorthin, wo es einmal gut oder neutral war, und arbeiten uns Schritt für Schritt durch die Konfliktgeschichte. So lassen sich verletzte Gefühle klären, ohne alte Wunden erneut aufzureißen.
Parallel dazu werden konkrete Handlungsfelder im Unternehmeralltag entwickelt, etwa in Kommunikation, Delegation, Konfliktführung oder Selbstfürsorge. Innen und außen kommen in eine bessere Passung. Entwicklung findet nicht nur im Kopf statt, sondern wird im Alltag erlebbar.

Was eine entwickelte Unternehmerpersönlichkeit auszeichnet

Eine entwickelte Unternehmerpersönlichkeit zeigt sich nicht in perfekten Auftritten, sondern in innerer Stimmigkeit. Typische Effekte, die Klienten beschreiben, sind:

  • mehr Ruhe in Entscheidungssituationen, auch bei Unsicherheit
  • weniger Grübeln und innere Selbstangriffe
  • klarere und gleichzeitig wertschätzende Kommunikation
  • eine realistische, gesunde Grenze zwischen Beruf und Privatleben
  • ein stabileres Gefühl von Sinn und Ausrichtung im eigenen Tun

Das Unternehmen profitiert direkt davon. Mitarbeiter erleben eine verlässliche, zugewandte und klare Führung. Entscheidungen werden verständlicher. Konflikte eskalieren seltener, weil der Unternehmer früher wahrnimmt, wenn etwas kippt, und handeln kann.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten

Wenn Sie merken, dass Themen wie Erfolgsdruck, Selbstzweifel, fehlende Grenzen oder alte Prägungen Ihren Unternehmeralltag beeinflussen, kann ein gezielter Coachingprozess hilfreich sein. Auf unserer Seite zum Unternehmer Coaching finden Sie eine Übersicht, wie wir mit SystemEmpowering arbeiten, welche Schwerpunkte es gibt und wie ein typischer Prozess abläuft.

Überblick über die beiden Hauptmethoden – Genea- und Empowering-Methode

Beispiel

Eine Führungskraft hatte Schwierigkeiten, zu delegieren, und mit ihrem Zeitmanagement. Ursache dafür war ihr Perfektionismus, da sie lieber alles selbst machte (die Mitarbeiter erfüllten ihre Ansprüche nicht) und sie dadurch zu viel zu tun hatte. Im Coaching stellte sich heraus, dass sie als Kind mit einer Note sechs nach Hause kam und dort gewaltigen Ärger mit ihren Eltern bekam. Bei ihr entstand die Angst, dass sie die Liebe und Anerkennung, vielleicht sogar die Zugehörigkeit zu ihren Eltern verlieren könnte, wenn sie noch einmal eine schlechte Note mit nach Hause brächte. Damit das nicht passiert, wurde diese Angstenergie in den Anspruch „perfekt sein müssen“ umgewandelt.

Diese Prägung hat der Klient dann mit Hilfe der Empowering-Methode/Neuprägung verändert. D. h. er konnte sich innerlich vorstellen, dass seine Eltern eine gute Absicht hatten und der Ärger dazu dienen sollte, dass er fleißiger wird. Deren Absicht war es nicht, dass er Angst bekommt und daraus seinen Anspruch „perfekt sein müssen“ ableitet. Dann konnte er sich vorstellen, dass seine Eltern im Rahmen ihrer guten Absicht sich anders verhalten (liebevoll konsequent), so dass er keine Angst bekommt und dennoch etwas lernt. (In diesem Beispiel sind seine Eltern ausgeglichen kraftvoll genug, so dass sie liebevoll konsequent sein können. Ist das nicht der Fall, sind die Eltern also kein Elternpaar oder sind sie zu hart oder zu weich, so wird der Klient hier kein stimmiges neues Verhalten sehen können. Dann ist an dieser Stelle die Genea-Methode anzuwenden. Diese Methode führt dazu, dass die Eltern in der inneren Vorstellung des Klienten ausgeglichen kraftvoll und ein Paar werden können.

Danach wird mit der Empowering-Methode fortgefahren.) Als er dieses neue ausgeglichen kraftvolle Verhalten seiner Eltern sehen konnte und für gut empfand, durchlebte er diese neue Situation zusammen mit ihnen, indem er wieder Kind wurde und seine Eltern anders reagierten. Entscheidend hierbei ist es, dass sich das Gefühl veränderte und sich die Angst auflöste. Dieses neue Gefühl der Stärke und Zugehörigkeit brachte er dann in die Gegenwart. Dadurch löste sich das „Perfekt sein MÜSSEN“ auf und der Klient hatte nun die freie Wahl, ob er perfekt/gut sein WOLLTE oder auch nicht. Die Folge daraus war, dass er besser delegieren konnte, seinen Mitarbeitern mehr zutraute und selber mehr Zeit bekam für strategische Fragestellungen.

Mit Hilfe der Empowering-Methode, die weiter unten ausführlich erklärt wird, wurde dann herausgefunden, wo dieses Gefühl und die Identitätsüberzeugung entstanden waren. Dazu ging er in Gedanken und mit seinem Gefühl soweit zeitlich in seinem Leben zurück, bis sich ein entspanntes Gefühl einstellte und er sagen konnte: „In dem Alter von fünf Jahren hatte ich dieses Gefühl, dass ich unmusikalisch bin, noch nicht.“ Von dort näherte er sich dem Prägungserlebnis. Es war in der ersten Klasse, dort durfte er beim Üben und bei einer Aufführung nicht mitsingen. Dieses war für ihn eine Systemgesetzverletzung mit Ausschluss, Trauer und Wut. Diese Prägung hatte dann bei dem Klienten zu dieser Angst und dem Gefühl sowie der Identitätsüberzeugung geführt.

Innerlich konnte er sich vorstellen, was die positive Absicht der Lehrerin war, weshalb er nicht mitsingen durfte. „Sie wollte, dass die Aufführung perfekt wird.“ „Sie wollte für sich Anerkennung von den Zuhörern.“ Dann überlegte er sich, wie die Lehrerin sich hätte anders verhalten müssen, damit bei ihm keine Systemgesetzverletzung entstanden wäre und sie dennoch ihre positiven Absichten erreicht hätte. Dazu fiel ihm ein, dass sie mit ihm mehrere Einzelsingstunden durchführen hätte können und er dann hätte mitsingen dürfen. Als er mit dieser Vorstellung zufrieden war, ging er als Sechsjähriger in diese neue Situation und erlebte sie neu. Auch damit war er zufrieden. Auch konnte die Lehrerin sein entstandenes Leid sehen und ihm seine Wut nehmen. Dadurch löste sich die Angst auf und das alte Gefühl. Die Identitätsüberzeugung veränderte sich.

Mit diesem neuen Gefühl und der neuen Identitätsüberzeugung ging er dann innerlich durch seine Lebensgeschichte und brachte überall dort, wo die alte Überzeugung wirkte, das neue Gefühl und die neue Überzeugung hinein. Er aktualisierte seine Lebensgeschichte. Beispielsweise konnte er sich vorstellen, mit seinen Freunden mit Freude gemeinsam Gitarre zu spielen. Der Test in der Gegenwart war dann, dass er ein Stück ohne Angst sang.

Persönlichkeitsentwicklung mit System

Hierarchie in den Veränderungsebenen

Auf allen Ebenen der Persönlichkeit kann eine Veränderung oder Entwicklung ansetzen. Doch je tiefer die Ebene liegt, auf der die Entwicklung stattfindet, umso grundlegender ist die Veränderung. Dadurch ergibt sich eine Hierarchie der Entwicklungsschritte. Wird auf der Verhaltensebene eine Veränderung gelernt, heißt das nicht, dass sich dadurch die tieferliegenden Ebenen mit verändern.

Beispiel

Ein Klient beschreibt sein Thema so: „Ich kann nicht singen und ich bin unmusikalisch. Das will ich ändern.“ Die Aussage „Ich kann nicht singen“ liegt auf der Überzeugungsebene, und „Ich bin unmusikalisch“ ist eine Identitätsaussage.  

Jede Aussage, die „kann, darf, muss, soll“ oder „kann nicht, darf nicht, muss nicht, soll nicht“ und Wörter wie „immer, nie, alle, notwendig…“ beinhaltet, drückt eine Überzeugung aus.

Diese Aussagen lassen sich mit Fragen des Meta-Modells hinterfragen, so dass erstens diese Überzeugungen bewusst werden und zweitens Wahlmöglichkeiten entstehen können (vgl. Bischop, D., 2010: „Coachen und Führen mit System“, 162 ff.)

Im Beispiel „Ich kann nicht singen“ lauten die beiden Fragen: Was bräuchten Sie, damit Sie es können? Und was würde geschehen, wenn Sie es täten?

Da hier jedoch noch eine Identitätsüberzeugung vorliegt, werden die beiden Fragen aus dem Meta-Modell nicht ausreichen, dieses Thema zu ändern. Genauso hat die selbstdurchgeführte „Verhaltenstherapie“ des Klienten, nämlich sich seiner Angst zu stellen und das Tanzen zu lernen (Goldstatus), nicht dazu geführt, dass sich seine Identitätsüberzeugung geändert hat. Die Aussage blieb: „Tanzen kann ich, aber ich bin trotzdem unmusikalisch.“ Er hat zwar seine Überzeugung „Ich kann nicht tanzen“ in „Ich kann tanzen“ verändert und ein neues Verhalten und Fähigkeiten erlernt. Diese beziehen sich jedoch auf einen bestimmten Kontext oder eine bestimmte Situation.

Veränderungen auf der Verhaltensebene führen normalerweise nicht dazu, dass sich dadurch Überzeugungen auf der Identitätsebene mit auflösen. Bei der zweiten „Verhaltenstherapie“ des Klienten hat es selbst auf der Verhaltens-, und Fähigkeitenebene nicht ausgereicht, eine wirkliche Veränderung herbeizuführen. Der Klient nahm Gitarrenunterricht. Doch fragte ihn ein Freund, ob sie etwas zusammen spielen wollten, so kam die Angst in ihm hoch und er konnte nicht mehr musizieren bzw. entzog sich dieser Situation. Hier wirkte die Identitätsüberzeugung: „Ich bin unmusikalisch“.

Als er dieses neue ausgeglichen kraftvolle Verhalten seiner Eltern sehen konnte und für gut empfand, durchlebte er diese neue Situation zusammen mit ihnen, indem er wieder Kind wurde und seine Eltern anders reagierten. Entscheidend hierbei ist es, dass sich das Gefühl veränderte und sich die Angst auflöste. Dieses neue Gefühl der Stärke und Zugehörigkeit brachte er dann in die Gegenwart. Dadurch löste sich das „Perfekt sein MÜSSEN“ auf und der Klient hatte nun die freie Wahl, ob er perfekt/gut sein WOLLTE oder auch nicht. Die Folge daraus war, dass er besser delegieren konnte, seinen Mitarbeitern mehr zutraute und selber mehr Zeit bekam für strategische Fragestellungen.
Erfahrungsgemäß sind Systemgesetzverletzungen die Ursache für diese oben genannten Themen. Deshalb werden in diesem Buch hauptsächlich die Genea-Methode zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen bei unseren Ahnen – oft Kriegserlebnisse der Vorfahren – und die Empowering-Methode zum Neuerleben der Vergangenheit beschrieben.

Durch die Genea-Methode wird das Vorgehen zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen auf die Vorfahren ausgedehnt. Selbst wenn die Vorfahren wie Großeltern oder Urgroßeltern nicht mehr leben sollten, lassen sich die Auswirkungen der Systemgesetzverletzungen, die die Vorfahren erlebt haben, auflösen. Das Vorgehen mit den fünf Voraussetzungen wird auf die Zeitlinie der Ahnen übertragen. Dann ist es möglich, dass der Verursacher das Leid sieht und die Wut nimmt, wodurch die Systemgesetzverletzung aufgehoben und die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen aufgelöst werden können.

Wenn beispielsweise ein Vorfahre Angst erlebt hat, verhungern zu müssen, und diese Angst nicht bearbeitet hat, so kann sie unbewusst von einem Nachfahren übernommen werden. Dazu ist es nicht mal nötig, dass der Nachfahre diese Angst beim Vorfahren erlebt hat, es also keine Prägung oder Lernen gab. Diese Existenzangst kann sich darin ausdrücken, dass der Nachfahre Übergewicht hat (auf Vorrat essen, es könnte ja wieder eine Hungersnot geben), eine Sucht oder wenig Selbstvertrauen hat. Solche Themen lassen sich nicht mit Methoden bearbeiten, die nur die persönliche Lebensgeschichte von der Geburt bis zur Gegenwart betrachten. Denn im Beispiel von oben gibt es kein prägendes Erlebnis in der Lebensgeschichte des Klienten, sondern bei dessen Vorfahren.

Viele Coaching- oder Therapierichtungen arbeiten erfahrungsgemäß lediglich mit der eigenen Lebensgeschichte des Klienten und beziehen die Vorfahren nicht oder nicht ausreichend mit ein. Das führt dazu, dass zwar Themen oder Probleme aufgedeckt werden, die Ursachen dafür jedoch bei den Ahnen liegen und dadurch die Themen nicht aufgelöst werden können. Es bleibt dann dem Klienten nur die Möglichkeit, mit der Erkenntnis der Themen zu leben und zu lernen, damit umzugehen.

Im Beispiel von oben z. B. auf seine Ernährung zu achten, Kalorientabellen zu führen, …

Mir ging und geht es immer darum, Wirkung zu erzielen, d. h. die Ursachen zu finden und zu bearbeiten, wodurch die Themen sich auflösen. Ich habe Methoden und Ansätze wie NLP, Timeline, TA, TZI, EMDR, Wingwave, Buddhismus, Zen, Kinesiologie, Aufstellungen, Yoga, Psychodrama, Gestalttherapie, Systemik (Selbstorganisation und Chaostheorie) und Quantenphysik kennen- und gelernt und daraus für mich die wirkungsvollsten Dinge extrahiert. Damit habe ich durch ständiges Anwenden und Ausprobieren im Coaching bei Klienten und bei mir selbst die Genea- und die Empowering-Methode entwickelt.

Genea-Methode bedeutet: Systemgesetzverletzungen bei den Ahnen auflösen, damit die Kräfte und Lebensenergien wieder voll und ganz fließen können.

Empowering-Methode bedeutet: Befähigung und Stärkung der eigenen Lebensgeschichte und das Leben im Hier und Jetzt mit den Kräften der Ahnen.

Die Genea-Methode löst Themen bei den früheren Generationen auf und die Empowering-Methode befähigt, stärkt und prägt das eigene erlebte Leben neu. Durch die Stärkung der Vorfahren lassen sich viele selbsterzeugte oder selbsterlebte Systemgesetzverletzungen im Privat- wie im Berufsleben auflösen. Ebenfalls werden dadurch neue Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Überzeugungen, der Lebenssinn oder die Vision zugänglich gemacht oder werden neu gelernt. Das führt im obigen Beispiel dazu, dass der Nachfahre keine Existenzangst mehr verspürt und das Übergewichtsthema sich auflöst.

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