Irgendwann kommt der Punkt, an dem aus einer vagen Nachfolgeidee eine konkrete Frage wird: Was kostet das? Was ist mein Unternehmen wert? Was kann der Nachfolger bezahlen? Was brauche ich als Senior, um danach abgesichert zu leben?

Diese Fragen sind berechtigt und wichtig. Aber sie sind selten so sachlich, wie sie klingen. In über 400 begleiteten Nachfolgeprozessen beim Hanseatischen Institut erleben wir immer wieder: Kaufpreisverhandlungen eskalieren nicht an den Zahlen. Sie eskalieren an dem, was hinter den Zahlen steht. An verletztem Stolz, an der Angst, das Lebenswerk unter Wert zu geben, an ungeklärter Altersabsicherung und an dem Gefühl, nicht genug Anerkennung für das zu bekommen, was man aufgebaut hat.

Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über die tatsächlichen Kosten einer Unternehmensnachfolge, die gängigen Finanzierungswege und die Frage, warum die teuersten Fehler nicht in der Bilanz stehen, sondern in der Beziehung zwischen Senior und Nachfolger.

Inhalt

Was eine Unternehmensnachfolge tatsächlich kostet

Die Kosten einer Unternehmensnachfolge gehen weit über den Kaufpreis hinaus. Wer nur den Übernahmepreis kalkuliert, unterschätzt den tatsächlichen Kapitalbedarf erheblich. Nach Erhebungen der KfW liegt der Investitionsbedarf bei einer Nachfolge rund 60 Prozent höher als bei einer Neugründung.

Die wesentlichen Kostenblöcke lassen sich in vier Bereiche gliedern:

Kaufpreis

Der größte Einzelposten. Er ergibt sich aus der Unternehmensbewertung und der Verhandlung zwischen Senior und Nachfolger. Je nach Branche, Ertragskraft und Unternehmensgröße kann er von wenigen zehntausend Euro bei kleinen Handwerksbetrieben bis zu mehreren Millionen bei mittelständischen Unternehmen reichen. Entscheidend ist nicht nur der objektiv ermittelte Wert, sondern auch die subjektive Erwartung des Seniors, wie viel sein Lebenswerk wert sein sollte.

Beratungs- und Transaktionskosten

Dazu gehören: Steuerberatung für die steueroptimale Gestaltung der Übergabe, Rechtsanwalt für Kaufvertrag und Gesellschaftsvertrag, Notar für die Beurkundung, Wirtschaftsprüfer oder Gutachter für die Unternehmensbewertung und bei externer Nachfolge oft ein M&A-Berater, der eine Erfolgsprovision berechnet. Diese Nebenkosten können insgesamt 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen.

Investitions- und Modernisierungsbedarf

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren vor der Übergabe Investitionen zurückgestellt, weil der Senior keine langfristigen Entscheidungen mehr treffen wollte oder konnte. Der Nachfolger steht dann vor der Aufgabe, neben dem Kaufpreis auch Modernisierungen, Digitalisierung oder Maschinenersatz zu finanzieren.

Laufende Kosten in der Übergangsphase

In der Einarbeitungsphase arbeiten Senior und Nachfolger oft parallel. Das bedeutet doppelte Personalkosten, Schulungen, möglicherweise externe Begleitung durch Coaches oder Mediatoren. Und es bedeutet, dass das Unternehmen in dieser Phase nicht auf voller Leistung fährt, weil Aufmerksamkeit und Energie in den Übergabeprozess fließen.

Der Kaufpreis: Zwischen Lebenswerk und Marktwert

Der DIHK berichtet, dass fast die Hälfte der Seniorunternehmer einen überhöhten Kaufpreis ansetzt. Das klingt nach mangelnder Marktkenntnis. In der Praxis hat es meistens einen anderen Grund.

Als Unternehmer hast du dein Unternehmen nicht nur aufgebaut, du hast dein Leben hineingelegt. Nächte, Wochenenden, persönliche Opfer, Risiken, die kein Angestellter jemals eingehen würde. Der emotionale Wert deines Unternehmens ist für dich real. Er lässt sich nur nicht in eine Bilanz übersetzen.

Der Marktwert hingegen richtet sich nach dem, was das Unternehmen in Zukunft erwirtschaften kann. Nicht nach dem, was es dich in der Vergangenheit gekostet hat. Diese Diskrepanz zwischen emotionalem und wirtschaftlichem Wert ist einer der häufigsten Konfliktpunkte in Nachfolgeprozessen.

Die Gefahr: Wenn du den Kaufpreis als Maßstab dafür nimmst, wie viel Anerkennung dein Lebenswerk verdient, wird jede Verhandlung zur persönlichen Kränkung. Der Nachfolger, der einen niedrigeren Preis verhandelt, wird nicht als guter Kaufmann wahrgenommen, sondern als jemand, der nicht wertschätzt, was du geschaffen hast.

Umgekehrt: Ein Nachfolger, der einen überhöhten Preis akzeptiert, nur um den Senior nicht zu verletzen, startet mit einer Schuldenlast, die das Unternehmen in den ersten Jahren erdrücken kann. Beides ist keine tragfähige Grundlage.

Unternehmensbewertung: Welche Verfahren es gibt

Eine professionelle Unternehmensbewertung schafft eine objektive Gesprächsgrundlage. Sie ersetzt die Verhandlung nicht, aber sie verhindert, dass beide Seiten mit völlig unterschiedlichen Zahlen im Kopf in das Gespräch gehen.

Die gängigsten Verfahren sind:

Ertragswertverfahren

Das in der Praxis am häufigsten verwendete Verfahren. Der Unternehmenswert wird danach bemessen, was das Unternehmen in den kommenden Jahren voraussichtlich erwirtschaften wird. Die zukünftigen Erträge werden auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst. Der Vorteil: Es bildet die wirtschaftliche Realität ab. Der Nachteil: Prognosen sind Annahmen, und Annahmen lassen sich unterschiedlich begründen.

Substanzwertverfahren

Hier wird der Wert aller materiellen Vermögensgegenstände (Maschinen, Immobilien, Vorräte) abzüglich der Schulden ermittelt. Dieses Verfahren unterschätzt oft den tatsächlichen Unternehmenswert, weil es immaterielle Werte wie Kundenstamm, Marke, Mitarbeiter-Know-how und Marktposition nicht erfasst.

Multiplikatorverfahren

Ein pragmatischer Ansatz: Der Gewinn (meist EBIT oder EBITDA) wird mit einem branchenüblichen Faktor multipliziert. EBIT-Multiples liegen je nach Branche und Unternehmensgröße typischerweise zwischen 3 und 8. Der Vorteil: schnell und vergleichbar. Der Nachteil: Branchendurchschnitte bilden die Besonderheiten eines einzelnen Unternehmens nicht ab.

AWH-Verfahren (Handwerk)

Speziell für Handwerksbetriebe entwickelt und von den Handwerkskammern empfohlen. Es berücksichtigt sowohl den Substanzwert als auch den Ertragswert und gewichtet handwerksspezifische Faktoren wie die Auftragslage und den Fachkräftebestand.

Unabhängig vom Verfahren gilt: Eine Bewertung liefert eine Zahl. Ob diese Zahl zum Kaufpreis wird, hängt von der Verhandlung ab. Und die Verhandlung hängt davon ab, ob die Beziehung zwischen den Beteiligten trägt.

Finanzierungswege für Nachfolger

Die wenigsten Nachfolger können den Kaufpreis aus eigenen Mitteln aufbringen. In der Regel braucht es einen Finanzierungsmix, der auf die individuelle Situation zugeschnitten ist.

Eigenkapital

Banken erwarten in der Regel einen Eigenkapitalanteil von 10 bis 30 Prozent. Je höher der Eigenanteil, desto besser die Kreditkonditionen. Eigenkapital signalisiert den Kreditgebern: Der Nachfolger trägt eigenes Risiko und glaubt an das Unternehmen.

Förderdarlehen

Die KfW bietet mit dem ERP-Gründerkredit (StartGeld bis 125.000 Euro, Universell bis 25 Millionen Euro) und dem ERP-Kapital für Gründung Förderprogramme, die speziell auf Nachfolger zugeschnitten sind. Diese zeichnen sich durch günstige Zinsen, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Anlaufjahre aus. Die Beantragung läuft immer über die Hausbank.

Bürgschaftsbanken

In jedem Bundesland gibt es eine Bürgschaftsbank, die fehlende Sicherheiten durch eine Ausfallbürgschaft ersetzen kann. Das macht einen Bankkredit oft erst möglich. Bürgschaften kosten zwar eine Gebühr, senken aber in der Regel die Kreditzinsen, weil das Ausfallrisiko für die Bank sinkt.

Verkäuferdarlehen (Vendor Loan)

Der Senior stundet einen Teil des Kaufpreises. Das hat Vorteile für beide Seiten: Der Nachfolger braucht weniger Fremdkapital, der Senior erhält regelmäßige Zahlungen und bleibt wirtschaftlich am Unternehmen beteiligt. Gleichzeitig birgt es Risiken: Wenn das Unternehmen unter dem Nachfolger schlecht läuft, verliert der Senior Geld.

Earn-Out-Modelle

Ein Teil des Kaufpreises wird an den zukünftigen Geschäftserfolg geknüpft. Der Nachfolger zahlt eine Grundsumme und darüber hinaus eine variable Komponente, die sich nach Umsatz oder Gewinn in den ersten Jahren richtet. Das klingt fair, birgt aber Konfliktpotenzial: Wer definiert die Kennzahlen? Was, wenn der Nachfolger investiert und dadurch kurzfristig der Gewinn sinkt?

Mezzanine-Kapital und stille Beteiligungen

Nachrangdarlehen und stille Beteiligungen stärken das wirtschaftliche Eigenkapital, ohne dass der Kapitalgeber Stimmrechte oder Mitsprache erhält. Sie werden sowohl von Förderbanken als auch von privaten Investoren angeboten und können die Lücke zwischen Eigenkapital und klassischem Bankkredit schließen.

In der Praxis macht es fast immer eine Kombination aus mehreren Bausteinen. Die Zusammenstellung erfordert Fachkompetenz, deshalb lohnt sich hier die Zusammenarbeit mit einem Finanzierungsberater, der Erfahrung mit Nachfolgefinanzierungen hat.

Altersabsicherung des Seniors: Der blinde Fleck

Viele Unternehmer haben über Jahrzehnte das Gleiche getan: reinvestieren statt entnehmen, wachsen statt absichern. Das Unternehmen war die Altersvorsorge, implizit, ohne dass es je so beschlossen wurde.

Wenn dann die Nachfolge ansteht, wird plötzlich sichtbar, was fehlt: eine eigenständige finanzielle Absicherung für das Leben nach der Übergabe. Der Kaufpreis soll diese Lücke schließen. Und genau hier beginnt ein Muster, das wir in Nachfolgeprozessen immer wieder sehen.

Der Senior setzt den Kaufpreis höher an als wirtschaftlich gerechtfertigt, weil er das Geld braucht. Er formuliert das nicht so, denn es fühlt sich nach Schwäche an. Stattdessen argumentiert er mit dem Wert des Unternehmens, mit dem, was er aufgebaut hat, mit dem, was es gekostet hat. Der Nachfolger sieht die Zahlen und versteht nicht, warum die Vorstellungen so weit auseinanderliegen.

Die Kaufpreisverhandlung wird zum Stellvertreterkonflikt für ein Thema, das eigentlich zwischen dem Senior und seiner Partnerin oder seinem Partner geklärt werden müsste: Wie wollen wir leben, wenn das Unternehmen nicht mehr uns gehört? Was brauchen wir wirklich?

In unserem Artikel Unternehmensnachfolge und Altersabsicherung: Wenn das Vermögen im Unternehmen steckt gehen wir ausführlich auf diese Dynamik ein.

Wenn Kaufpreisverhandlungen eskalieren

Kaufpreisverhandlungen in Familienunternehmen sind keine normalen Geschäftsverhandlungen. Am Tisch sitzen nicht zwei fremde Parteien, die einen Deal machen. Am Tisch sitzen Eltern und Kinder, Geschwister, Ehepartner, langjährige Mitarbeiter. Jede Zahl, die genannt wird, ist auch eine Aussage über die Beziehung.

Typische Eskalationsmuster, die wir in unserer Beratungspraxis sehen:

Der Preis als Machtinstrument: Der Senior nutzt den Kaufpreis, um Kontrolle zu behalten. Solange nicht gezahlt ist, hat er ein Druckmittel. Das passiert oft unbewusst, ist aber für den Nachfolger deutlich spürbar.

Der Preis als Gerechtigkeitsfrage: Wenn ein Kind übernimmt und Geschwister nicht, wird der Kaufpreis zum Instrument der Ausgleichszahlung. Der Nachfolger zahlt nicht nur für das Unternehmen, sondern auch dafür, dass die Geschwister sich nicht benachteiligt fühlen. Die Last wird oft zu hoch.

Der Preis als Stellvertreter für fehlende Anerkennung: Manchmal geht es dem Senior gar nicht um das Geld. Es geht darum, dass der Nachfolger zeigt, wie viel ihm das Unternehmen wert ist. Ein niedriges Angebot wird dann nicht als wirtschaftlich realistisch wahrgenommen, sondern als Geringschätzung.

All diese Muster haben eines gemeinsam: Sie lassen sich nicht durch bessere Bewertungsgutachten lösen. Sie lassen sich nur lösen, wenn die Beteiligten bereit sind, über das zu sprechen, was wirklich auf dem Spiel steht.

Ausgleich von Geben und Nehmen: Was Systemgesetze mit dem Kaufpreis zu tun haben

Im System Empowering sprechen wir vom Systemgesetz des Ausgleichs: Geben und Nehmen müssen in Balance sein. Das klingt abstrakt, ist aber in Kaufpreisverhandlungen sehr konkret.

Wenn der Senior das Gefühl hat, zu wenig zu bekommen, entsteht in ihm ein Ungleichgewicht. Er fühlt sich ausgenutzt, auch wenn die Zahlen objektiv fair sind. Dieses Gefühl verschwindet nicht nach der Vertragsunterschrift. Es bleibt und zeigt sich darin, dass er nicht wirklich loslässt, dass er von außen eingreift, dass er dem Nachfolger das Gelingen nicht gönnt.

Wenn der Nachfolger das Gefühl hat, zu viel zu zahlen, entsteht ebenfalls ein Ungleichgewicht. Er startet mit Groll, mit dem Gefühl, erpresst worden zu sein. Das wirkt sich auf seine Motivation aus, auf seine Bereitschaft, den Senior weiterhin einzubeziehen, auf die gesamte Beziehung.

Ein tragfähiger Kaufpreis ist deshalb nicht nur einer, der wirtschaftlich funktioniert. Es ist einer, den beide Seiten innerlich mittragen können. Das erfordert Gespräche, die über Zahlen hinausgehen: Was brauchst du wirklich? Was bedeutet dir das Unternehmen? Was wäre ein Preis, bei dem du nachts ruhig schlafen kannst?

Wenn du dieses Gespräch nicht mit dem Nachfolger allein führen kannst, weil zu viel auf dem Spiel steht oder die Emotionen zu stark sind, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Prozess eine Begleitung braucht, die beide Ebenen zusammenbringt: die Sachebene und die Beziehungsebene.

Wie wir in solchen Prozessen konkret arbeiten, beschreiben wir auf unserer Angebotsseite zur Unternehmensnachfolge mit System Empowering.

Fazit: Die teuersten Fehler stehen nicht in der Bilanz

Eine Unternehmensnachfolge kostet Geld: Kaufpreis, Beratung, Modernisierung, Übergangsphase. All das lässt sich kalkulieren und finanzieren. Dafür gibt es Förderprogramme, Bürgschaften, Bewertungsverfahren und Finanzierungsberater.

Was sich nicht so leicht kalkulieren lässt, sind die Kosten, die entstehen, wenn die Verhandlung an der Beziehung scheitert. Wenn ein Nachfolgeprozess abbricht, weil sich Senior und Nachfolger nicht auf einen Preis einigen können. Wenn ein Unternehmen unter Wert verkauft wird, weil der Senior unter Zeitdruck gerät. Wenn ein Nachfolger mit einer Schuldenlast startet, die ihn in den ersten Jahren handlungsunfähig macht.

All das sind vermeidbare Kosten. Vermeidbar durch eine Klärung, die vor der Kaufpreisverhandlung stattfindet, nicht danach.

Einen umfassenden Überblick über den gesamten Nachfolgeprozess findest du in unserem Leitfaden Unternehmensnachfolge meistern: Nachhaltige Übergabe für eine erfolgreiche Zukunft. Zum konkreten Ablauf unserer Begleitungsprozesse: Ablauf in der Unternehmensnachfolge.

Häufige Fragen zu Kosten und Finanzierung der Unternehmensnachfolge

Was kostet eine Unternehmensnachfolge insgesamt?

Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Kaufpreis, Beratungs- und Transaktionskosten (ca. 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises), möglichem Modernisierungsbedarf und laufenden Kosten in der Übergangsphase zusammen. Eine pauschale Zahl gibt es nicht, da die Bandbreite von wenigen zehntausend Euro bei kleinen Betrieben bis zu mehreren Millionen bei mittelständischen Unternehmen reicht.

Wie wird der Kaufpreis bei einer Unternehmensnachfolge ermittelt?

Die gängigsten Verfahren sind das Ertragswertverfahren, das Substanzwertverfahren, das Multiplikatorverfahren (EBIT mal Branchenfaktor) und im Handwerk das AWH-Verfahren. In der Praxis hat sich das Ertragswertverfahren durchgesetzt. Eine professionelle Bewertung schafft eine Verhandlungsgrundlage, der endgültige Kaufpreis ergibt sich aus der Verhandlung.

Welche Fördermittel gibt es für die Unternehmensnachfolge?

Die KfW bietet mit dem ERP-Gründerkredit sowie dem ERP-Kapital für Gründung zinsgünstige Förderdarlehen speziell für Nachfolger. Ergänzend stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbanken, stille Beteiligungen und BAFA-Zuschüsse für Beratungskosten zur Verfügung. Die Beantragung erfolgt über die Hausbank.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Unternehmensübernahme?

Banken empfehlen einen Eigenkapitalanteil von 10 bis 30 Prozent. Je höher der Eigenanteil, desto besser die Kreditkonditionen. Förderprogramme wie das ERP-Kapital für Gründung können den Eigenkapitalanteil stärken.

Was ist ein Earn-Out-Modell bei der Unternehmensnachfolge?

Beim Earn-Out zahlt der Nachfolger einen festen Grundpreis und eine variable Komponente, die an den zukünftigen Geschäftserfolg geknüpft ist. Das reduziert das Risiko für den Käufer, erfordert aber klare vertragliche Regelungen, um spätere Konflikte über die Kennzahlen zu vermeiden.

Warum scheitern Kaufpreisverhandlungen in Familienunternehmen?

Kaufpreisverhandlungen scheitern selten an den Zahlen. Häufige Ursachen: unrealistische Preisvorstellungen durch ungeklärte Altersabsicherung, der Kaufpreis als Stellvertreter für fehlende Anerkennung, Geschwisterkonflikte um Ausgleichszahlungen und die Schwierigkeit des Seniors, loszulassen. Diese Dynamiken erfordern eine Klärung auf der Beziehungsebene.

Quellen: KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2024; DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge; IfM Bonn, Unternehmensübertragungen in Deutschland; KfW Förderprogramme für Gründung und Nachfolge.

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