Als Unternehmer ist eine starke Vision oft der Antrieb, der dich dazu motiviert, dein Unternehmen voranzubringen, innovative Ideen zu entwickeln und Herausforderungen zu meistern. Doch was passiert, wenn diese Vision so mächtig wird, dass sie zur Last wird? Wenn dein innerer Antrieb, der eigentlich eine Quelle der Motivation ist, in Überforderung und Stress umschlägt? In diesem Artikel betrachten wir, wie eine große Vision zu Druck führen kann und welche Strategien du anwenden kannst, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Leidenschaft und Realität zu finden.
1. Die Bedeutung einer klaren Vision
Jedes erfolgreiche Unternehmen beginnt mit einer klaren Vision. Diese Vision ist der Leuchtturm, der dir als Unternehmer den Weg weist und deine Energie auf das Wesentliche fokussiert. Sie ist der Motor, der dich antreibt, Ziele zu setzen und Herausforderungen mit Elan anzugehen. Eine klare Vision hilft dir, Entscheidungen zu treffen, Prioritäten zu setzen und dein Team auf gemeinsame Ziele einzuschwören.
Doch je größer und ambitionierter die Vision, desto mehr verlangt sie von dir. Wenn du dein Unternehmen auf Wachstumskurs hältst und gleichzeitig mit den täglichen Anforderungen jonglierst, kann diese Vision zu einer Quelle ständiger innerer Anspannung werden.
2. Der Druck, der aus der Vision entsteht
Eine große Vision kann sich in doppelter Hinsicht positiv und negativ auswirken. Einerseits inspiriert sie zu Großartigem, andererseits kann sie auch enormen Druck erzeugen. Das Streben danach, alles perfekt und möglichst schnell umzusetzen, kann zur ständigen Überlastung führen. Unternehmer berichten oft, dass sie ständig das Gefühl haben, mehr tun zu müssen, egal wie viel sie bereits erreicht haben. Dieser Druck kann sich auf verschiedene Weise äußern:
- Zeitmangel: Du hast das Gefühl, nie genug Zeit zu haben, um deine Vision vollständig umzusetzen.
- Perfektionismus: Der Drang, alles perfekt zu machen, kann dazu führen, dass du dich in Details verlierst und nie das Gefühl hast, „fertig“ zu sein.
- Doppelbelastung: Viele Unternehmer arbeiten sowohl „am Unternehmen“ (langfristige Ziele und Strategien) als auch „im Unternehmen“ (alltägliche operative Aufgaben). Diese Doppelbelastung kann leicht zu einer Überforderung führen, insbesondere wenn die Vision zu anspruchsvoll ist.
3. Wie du mit diesem Druck umgehst
Der Schlüssel liegt darin, Wege zu finden, mit dem Druck umzugehen, ohne deine Leidenschaft und Vision zu verlieren. Unternehmer müssen lernen, zwischen der Umsetzung ihrer Vision und der Realität des täglichen Geschäftslebens zu balancieren. Hier sind einige praktische Ansätze, die dir helfen können, den Druck zu reduzieren und langfristig gesund zu bleiben:
- Prioritäten setzen: Nicht alles muss sofort erledigt werden. Setze klare Prioritäten, welche Aspekte deiner Vision zuerst umgesetzt werden sollen. Dadurch schaffst du Struktur und vermeidest Überforderung.
- Delegieren: Als Unternehmer musst du nicht alles allein tun. Identifiziere Aufgaben, die du delegieren kannst, um dich auf die Kernaspekte deiner Vision zu konzentrieren.
- Regelmäßige Pausen einplanen: Pausen sind entscheidend, um Erschöpfung zu vermeiden. Nimm dir regelmäßig bewusst Zeit, um dich von der Arbeit zurückzuziehen und dich zu regenerieren.
- Realistische Ziele setzen: Deine Vision muss nicht über Nacht Wirklichkeit werden. Setze dir erreichbare Zwischenziele, um den Fortschritt sichtbar zu machen und dich selbst zu motivieren.
- Unterstützung suchen: Coaching oder Mentoring kann dir helfen, den Druck zu managen, deine Vision realistisch zu gestalten und dennoch langfristig erfolgreich zu sein.
Balance zwischen Vision und Realität finden
Die Herausforderung besteht darin, eine Balance zwischen der Größe deiner Vision und der Realität des Alltagsgeschäfts zu finden. Deine Vision ist wichtig, aber sie sollte nicht auf Kosten deiner Gesundheit, deiner Beziehungen oder deiner Lebensqualität gehen. Nimm dir die Zeit, regelmäßig zu reflektieren, ob du auf dem richtigen Weg bist und ob du deine Energie sinnvoll einsetzt. Es ist in Ordnung, den Kurs zu korrigieren und sich selbst auch Pausen zu gönnen, um langfristig erfolgreich und motiviert zu bleiben.
Weitere Infos und Podcasts gibt es auf der Seite: Unternehmenspower. Weitere Beiträge zu innerem Druck, Selbstführung und stabiler Unternehmergesundheit findest du hier: Gesundheit, Selbstführung und innere Stabilität als Unternehmer.
Wenn du merkst, dass deine Vision dich überfordert oder deine Leidenschaft ins Ungleichgewicht geraten ist, lass uns darüber sprechen. Wenn du aus dem Muster von Anspruch, Tempo und Daueranspannung aussteigen willst, ist Unternehmer Coaching eine passende Begleitung.
Transkript
Aber ein bisschen was hat es damit zu tun? Also wirklich, was wäre für mich so der siebte Himmel und welche Werte stecken da auch drin? Also, weil jeder von uns hat. Zumindest unbewusst bekommen wir bestimmte Werte in die Wiege gelegt. Wir bekommen. Es gibt gibt vielleicht Dinge, die uns von Anfang an irgendwie leicht fallen, bei denen wir die Zeit vergessen. Bei mir war es früher so Musik, aber auch Gespräche mit Menschen. So wurde ich nie müde. Ist ja bis heute auch mein Job. So, also es gibt so Menschen, es gibt so Dinge, Kontexte, Situationen mit Menschen, in denen wir merken oh ja, da gehe ich auf, da merke ich, da kommt so ein innerer Antrieb, da fühle ich mich vollständig und, ähm, und dieser Antrieb wird eben auch einfach gebraucht, um als Unternehmer jeden Tag für dieses System auch aufzustehen und auch die richtigen Mitarbeiter dann anzuziehen, die dazu passen, die diese Werte auch teilen und eben einfach auch das ist dann aber wieder die die Sachebene. Natürlich hat das auch eine Wirkung aufs Marketing, auf die Sichtbarkeit des Unternehmens. Ja, Wie? Wie stelle ich mich auf? Wie ziehe ich die Leute an? Und das merken die Menschen einfach? Gerade weil ja heute jeder irgendwie alles machen kann.
START OF TRANSCRIPT
Und Wettbewerb ist groß. Ja, so Alleinstellungsmerkmale in dem Sinne gibt es ja nicht mehr. Also es gibt fast nichts mehr, was es nicht gibt. Aber die Menschen kaufen ja dann letztendlich oder konsumieren viel über die Emotion, die rüberkommt, über die Werte, die ein Unternehmer und ein Unternehmen ausstrahlen. Und dann, ja dann docken so die richtigen Menschen und Kunden da auch an und wichtig ist auch die, wie du schon gesagt hast, dieses persönliche da mit einzubeziehen. Also die die eigene persönliche Vision, die wir für uns haben, fürs Private. Das, was sich natürlich auch im Unternehmen widerspiegelt. Und aus meiner Erfahrung heraus mit Kunden ist das auch wichtig, das einmal wirklich auf den Punkt zu bringen, was wir überhaupt mit Vision meinen. Weil ganz oft kriegen wir das Feedback Ja, ich habe eine Vision. Dann stellt sich aber heraus, dass es eigentlich nur ein großes Ziel. So zum Beispiel hatte ich letztens einen, der gesagt hat, sein großes Ziel oder seine Vision ist es, in seiner Branche Nummer eins zu werden im Dachraum. So, und da habe ich halt gefragt Ja, okay, aber wenn du was erreicht hast, was dann? Gehst du dann nach Hause? Hängst du dann die Jacke an? An, an, wieder an die Tür oder was ist da los? Da sind wir so langsam dahin gekommen, dass das ein Teil dessen ist, um seiner Vision ein Stückchen näher zu kommen. So, weil Nummer eins werden, dass das kriegt man hin, indem man viel, sag ich mal sich weiterbildet, die Arbeit reinsteckt und smart vorgeht.
Da denke ich mal, ist ist das eine Sache, die durchaus realistisch ist. Aber wie du schon gesagt hast, mit Vision meinen wir eben dieses ganz Große eine Utopie, dieses größer denken als ohne Grenzen, größer denken als wir sind. Und wirklich daraus dann die Mission, dann die Ziele, die Wege, Strategien und so was dann zu entwickeln, was wir mit unseren Kunden natürlich dann auch ab und zu mal sehen, ist, dass obwohl die Vision klar ist, man trotzdem anfängt zu leiden darunter. Das ist so der der Übergang in 0.2 Welche negative Auswirkungen kann es mit sich bringen, die du vielleicht noch gar nicht kennst? Und zwar ist das dann so, wenn ich merke, dass es vielleicht sehr schwer ist, meine Vision in eine Mission umzusetzen oder die Mission so groß ist, dass ich manchmal denke Boah, die Woche hat nur sieben Tage und jeder Tag hat nur 24 Stunden und gefühlt ist es nie genug. Und dann kann auch eine innere innere Frustration auftreten, ein Druck. Gerade wenn man als Unternehmer ja das Unternehmen aufbaut, hat man ja auch, wie man immer so schön sagt, damit zu tun, am Unternehmen zu arbeiten und nicht immer im Unternehmen. Und dann ist es ja auch mit vielen Faktoren muss man sich auseinandersetzen, wo man das Gefühl bekommt okay, ich komme ja eigentlich gerade gar nicht weiter. Also ich muss Führungskräfte ausbilden, Ich muss Mitarbeiter, ich muss Teams aufbauen und ich muss den Führungskreislauf leben.
Ich muss kontrollieren, ich muss die Stellschrauben anpassen. Und das braucht ja viel, viel Zeit. Und dann? Vielleicht gibt es Kommunikationsprobleme. Dann gibt es Probleme in den Teams, Konflikte, um die man sich kümmern muss und, und und. Also umso größer man wächst, desto mehr Probleme können ja auch auftauchen. Und das kann natürlich dazu führen, dass man irgendwann einfach denkt, dass man vor so einem Mount Everest an Aufgaben steht und und sich so fühlt, als würde man eher drei Schritte zurückgehen. Ja, und? Und auch im Zuge dessen, weil man so viele Aufgaben hat, wie du beschrieben hast, auch dieses Gerade wenn das Ganze von von so einer intrinsischen Motivation getragen ist, dann beobachten wir eben auch oft dieses über Grenzen gehen. Also dass eigentlich der der Körper das so das Unbewusste einem schon Signale schickt und eigentlich Pause dran wäre. Die Arbeitszeiten werden immer länger oder auch die Familie meldet irgendwie zurück Mensch, reicht jetzt mal! Jetzt ist Sonntag. Kannst du jetzt nicht einfach mal das Handy liegen lassen, Laptop zulassen? Also das sind ja dann so die Dinge im Alltag, dass man dann eben auch merkt, dass man immer mehr in diesem, in diesem Unternehmensfokus gefangen ist. Ein Stück weit. Und eben dann, dass es einfach negative Auswirkungen hat auf die Gesundheit, auf die Beziehung, die man lebt und dass man dann aber als Unternehmer vielleicht oder wenn ihr mit diesem Fokus gerade unterwegs seid, man hat ja noch nicht mal einen Blick dafür.
Oft, also oft, muss ganz viel passieren. Ich muss erst krank werden oder Partner. Partnerin sagt so, so geht es nicht mehr weiter. Bis man dann vielleicht merkt Oha, da muss ich gegensteuern. Und das ist natürlich etwas, wo wir Unternehmer auch gerne begleiten, weil wir natürlich nicht wollen, dass man da ja so über so eine lange Strecke einen Preis zahlen muss oder erst mal einen großen Schaden erleidet, bis man sich dann Unterstützung sucht, sondern dass wir euch auch so Impulse geben wollen, dass ihr selber früh genug auch gegensteuern könnt. Und eine Sache ist ja auch selbst wenn man bei sich selber diesen Druck merkt, das ist ja im Endeffekt wie so ein wie so ein Schnupfen, der sich dann in den ganzen Unternehmen verteilt. Und da kann man mal gucken, so in den Phasen, wo, wo es halt, wo der Druck hoch ist, werden die Leute in der Regel auch krank. Also Körpersymptome kommen da hoch und vielleicht kannst du da mal gucken, wenn ihr das nächste Mal ein größeres Meeting habt und du dich vielleicht gerade in so einer Situation befindest, dass da gerade viel Druck im Kessel ist, wie die Leute wirklich drauf sind. Wie ist die Energie? Kommen die Schleppen die sich in das Meeting rein? Sind da die Tempotaschentücher auf dem? Taschentücherhaufen auf den Schreibtischen verteilt. Wie motiviert sind die Menschen? Oder sind sind die dann eher so ein bisschen träge, ausgebrannt, krank, überhaupt nicht anwesend? Kann ja auch sein, dass da Krankenstände hochgehen und das sind oder können.
Alles ist eben Signale dafür sein, dass in dem ganzen System gerade einfach zu viel Anspannung Druck ist. Warum auch immer. Genau. Ja, und wie man dann mit diesem Druck umgeht, das ist ja eine interessante Frage. Wir haben uns auch vor dem Podcast Gedanken gemacht Was ist denn ähm, ja auch vielleicht so die negative Seite, wenn ich so einen Antreiber habe, wenn ich mit einer Vision losgehe und so diesen Druck spüre, dass muss ich jetzt auch wirklich jeden Tag optimal leben und und alles erledigen, weil manchmal auch diese, dieser Antreiber so eine Vision in die Welt zu bringen, auch etwas ist, was er aus dem Leid heraus irgendwann mal entstanden ist. Oder auch aus einem aus einem Druck wie Ich muss überleben sichern oder auch etwas ist, was wir schon übergeben bekommen von unseren Eltern Großeltern. Also ein Beispiel. So wir machen ja auch. Wir schauen uns ja auch immer so ein bisschen das Vorfahrensystem an, das Herkunftssystem, was bringen wir eigentlich schon mit, was wird uns auch schon in die Wiege gelegt? Und nicht wenige Unternehmer haben ja in der Familie auch eine Unternehmerhistorie oder sind Nachfolger in einem Familienunternehmen. Und so zum Beispiel ist es häufig so, dass wenn wir uns angucken, was es so im im Zuge der beiden Weltkriege zum Beispiel entstanden, dass zum Beispiel ein Unternehmer Großvater, Großmutter als Unternehmerpaar haben ihr Unternehmen verloren ist im Zuge des Krieges eben ja untergegangen, konnte nicht mehr gelebt werden.
Und dieser Schmerz, dieses Leid, darüber natürlich auch Existenzängste, die dann entstehen, weil was mache ich jetzt? Ich muss ja irgendwie das Überleben sichern für meine Familie. Die ganzen Ängste rund um Krieg, die dann noch sowieso ja entstehen, das alles. Wenn das nicht bearbeitet wird, wird es weitergegeben und nicht wenige Kinder oder eben so, diese Kriegsenkel Kriegsenkel Generation. Wenn wir dann da in die Aufarbeitung gehen, sagen ja, jetzt wo wir darüber sprechen, spüre ich wirklich diesen inneren Druck. Das ist wie so ein Auftrag, dass ich Unternehmer sein muss und dass ich diese Vision, die mein Großvater da hatte, ja, weil jetzt geht es uns geht’s gut, wir können das ja jetzt leben, also muss ich das doch jetzt auch. Also so wie so ein Antreiber, den man eben erst mal rational gar nicht benennen kann, der kommt dann. Im Coaching tritt das eben oft zu Tage, wo dieser Druck herkommt Und dann muss man ja aber auch wieder schauen. Naja, wenn ich das jetzt aber auflöse im Coaching und dieser Druck nicht mehr so groß ist, was mache ich denn dann? Weil dann lege ich mich dann auf die Couch. Weil dann bin ich ja super entspannt und und so ein bisschen ja, ich ich brauche ja aber die Power der Vision dahinter, um zu gucken ähm ja, wie kann ich mein Unternehmen trotzdem zum Wachsen bringen und das dann eben, ähm, ja, im Coachingprozess zu erarbeiten, dass ich die Freiheit habe, die innere Freiheit habe, dass ich Unternehmer sein darf, aber es nicht muss und dann auch in so einen Prozess zu gehen.
Okay, was ist denn wirklich meine Vision oder was habe ich übernommen? Was meine ich also? Was musste ich unbewusst bisher leben? Aber was ist wirklich meins, Was ich dann auf eine stimmige Art und Weise leben kann? Aber ohne diesen Druck, der dann permanent dazu führt, dass ich über meine Grenzen gehe, dass ich meinen mein Familiensystem dafür opfere, in Anführungsstrichen. Alles natürlich nicht bewusst. Das ist so das Interessante, dass es so viele unbewusste Themen und Aufträge gibt, Ängste gibt, die uns dazu führen, mit unserer Vision eben auch über Grenzen zu gehen und dann eben einen Preis zu bezahlen, der dann ja am Ende du hast es ja so schön gesagt den Schnupfen auch ins Unternehmen trägt, weil irgendwann zahlen wir den Preis ja, wenn wir auf eine unstimmige Art und Weise unseren Tag gestalten, keine Pausen machen über über unsere Symptome, die wir schon haben, drüber weggehen. Vielleicht Konflikte dann auch deckeln, weil man denkt Na, können wir uns später drum kümmern, wir müssen jetzt erstmal herschaffen. Und genau das sind so die die Impulse, die wir oder die Erfahrungen, die wir dann im prozess Coachingprozess machen.
Wenn ein Unternehmer kommt und sagt Ich kann da, ich kann doch aus diesem Hamsterrad gar nicht aussteigen. Es geht doch gar nicht. Gehört doch auch dazu. Also die Glaubenssätze gibt es ja auch. Ja, wie soll das denn anders gehen? Ja, die Frage habe ich ganz oft bekommen. Hey, wenn ich jetzt meine Themen auflöse, ja, bin ich dann faul? Kann ich dann überhaupt noch, sage ich mal, morgens die Motivation haben, um aufzustehen und sage ich mal diesen Grind da zu machen? Also diese Härte zu sich selbst dann auch zu zeigen, weil das muss man an dieser Stelle ja auch mal sagen. Selbst wenn man, sage ich mal, kein Leistungssportler ist, ist das trotzdem für den Kopf Leistungssport. Tag für Tag. Sich dazu zu bewegen, früh aufzustehen, lange Stunden zu arbeiten, diese ganze Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und und und. Netzwerken. Also alles, was dieses ganze Unternehmertum ausmacht, das ist ja, das ist ja nicht eine Sache, die man einfach mal so macht, sondern natürlich auch je nachdem, wie man geprägt ist, was man an Voraussetzungen mitbringt, kann das echt sehr belastend werden. Gerade wenn man vielleicht nicht die Ergebnisse dann erzielt, die man sich erhofft hat und sich dann auch noch fragt okay, woran liegt das? Arbeite ich nicht genug? Arbeite ich nicht effizient genug? Die Selbstzweifel eventuell damit mit reinspielen? Und an der Stelle können wir sagen Nein, man verliert den Antrieb nicht. Unsere Erfahrung ist es vielmehr, dass man in erster Linie so eine Klarheit bekommt, was einen überhaupt antreibt, warum es einen antreibt, warum das auch nicht unbedingt immer positiv sein kann für einen selber und dann im Endeffekt aufdeckt, wie man das machen kann auf einer viel stimmigeren Art und Weise.
Natürlich gibt es Zeiten, wo man einen Sprint hinlegen muss, wo man dann auch vielleicht wieder Belastungen spürt. Also so ist das nicht. Wir wollen halt kein falsches Bild vermitteln, dass wenn man anfängt an sich zu arbeiten, dass dann jeder Tag durch die rosarote Brille gelebt wird. Nee, auf gar keinen Fall. Aber es geht natürlich darum, auch zu lernen, die eigenen Signale zu erkennen und diese das ganze Unternehmen und das Unternehmertum einfach stimmig und nachhaltig aufzubauen. So, und damit man eben auch irgendwann lernt, mit diesen Signalen umzugehen, dass man gar nicht erst wieder an diesen Punkt kommen muss, dass es halt kracht. Und selbst wenn man an diesem Punkt ist, dass man ein ganz anderes Bewusstsein dafür entwickelt, wie man dann damit umzugehen hat. Genau. Ja, Weil zum Beispiel, wenn ich ein inneres Thema damit habe, dass ich keine Pausen machen darf oder dass Leistung für mich ganz stark mit Anerkennung verknüpft ist. Und Anerkennung ist ja ein Grundbedürfnis. Das brauchen wir alle. Da tun wir alles, um das sicherzustellen. Also allein diese Themen oder auch perfekt sein, auch so, so das Gefühl. Na ja, wenn ich das nicht selber mache, geht es schief. Oder das ist auch alles.
Am Ende des Tages muss ich doch alles selber machen. Also solche Sachen. Solche Sätze hören wir öfter. Und das führt natürlich in eine der Sackgasse, wenn man das dann lebt. Und wenn ich das aber auflösen kann und dahin komme, dass ich stimmig auch delegieren kann, zum Beispiel, dass ich die richtigen Mitarbeiter aufbaue, damit die auch die Kompetenz, die Ressourcen haben, Die Aufgaben, die ich als Unternehmer vielleicht am Anfang selber gemacht habe, die auch, dass das auch andere gut machen können und dass ich da auch in das Vertrauen gehen kann. Das ist natürlich ein Prozess. Aber dann kommt es dazu, dass ich als Unternehmer immer mehr an der Strategie arbeiten kann oder am Unternehmen, wie du gesagt hast. Aber ich führe für viele Aufgaben im Unternehmen eben starke Führungskräfte habe ja, wo ich das gut loslassen kann. Und dafür muss ich aber erst mal innerlich überhaupt an den Punkt kommen, dass ich sage So, ich bin jetzt bereit, ich ich delegiere das. Ich kann das jetzt auch. Ich habe die innere Erlaubnis, vielleicht auch mal zwei, drei Tage im Monat nicht im Unternehmen zu sein, sondern für mich mal zu reflektieren, was eigentlich dran ist. Also, und dann kommt ja eine ganz andere, ganz andere Power wieder in das ganze System rein. Richtig. Und dann merkt man auch erst, wo vielleicht andere Leute noch Hilfe brauchen und kann dann auch genau die Leute dann reinholen oder entwickeln, die man dann da an den Schlüsselpositionen haben möchte.
Genau. Ja, und so der Titel wie deine Leidenschaft auch zur Last werden kann. So abschließend gesagt Leidenschaft kommt ja auch nicht von ungefähr, weil im Umkehrschluss ist es ja auch so Wenn ihr eurer Vision nicht folgt oder etwas macht, was dazu gar nicht passt, dann schafft das wirklich Leiden. Also dann merken wir das auch. Ja, wenn wir irgendwo unseren Werten zuwider handeln oder der Sinn irgendwie im Unternehmen nicht so richtig klar ist oder auch mein Lebenssinn da gar nicht reinkommt, dann schafft das auch eben Leid. Ja, deshalb reden immer viele von Ja, von. Das ist so meine Leidenschaft. Aber die Kehrseite ist eben, wenn ich dann zu sehr mich auspowern oder eben auch etwas mache, was dem konträr läuft, schafft es eben auch Leid und negative Auswirkungen. Und ja, damit das eben nicht zu einer Last werden muss, diese Leidenschaft Lohnt sich das wirklich? Solchen Themen auf den Grund zu gehen und macht sehr viel. Ja, letztendlich, wenn man durch diesen Prozess geht, dann auch sehr viel Freude und neue Energie. Genau dabei können wir es gerne belassen. Falls du merkst, dass du selber mit diesen Themen zu kämpfen hast, du jetzt besprochen haben. Ich habe dir unser Kontaktformular in der Beschreibung verlinkt. Da kannst du ein kostenfreies Erstgespräch in Anspruch nehmen. Da schauen wir uns mal deine Lage an und ob wir zueinander passen. In diesem Sinne vielen Dank. Annika. Ja, danke Jan. Und bis zum nächsten Mal. Ciao. Dann tschüs