Epigenetik wird genutzt, um mit ihr die Vererbung traumatischer Erlebnisse erklärbar zu machen. Es geht über das Erklärungsmodell der Genetik hinaus.
In der National Geographic Ausgabe Mai 2018 wird berichtet vom vererbten Schicksal – Wie die Erlebnisse von Großeltern und Eltern unsere Gene – und damit unser Leben bestimmen.
Im Artikel wird darüber berichtet, dass Harald Hinsch, ein Überlebender des Hamburger Feuersturms im zweiten Weltkrieg, Bücher geschrieben hat und Vorträge hält, um seine Erlebnisse zu verarbeiten.
Was dabei festgestellt wurde, ist, dass sein Sohn Olaf und sein Enkel Simon die gleichen Träume haben wie er.
Dazu kamen weitere Untersuchungen. Der Hamburger Psychosomatiker Philipp von Issendorff hat insgesamt 46 Zeitzeugen des Feuersturms und 75 ihrer Kinder befragt.
“Ein Drittel der Überlebenden hatte noch 66 Jahre nach dem Feuersturm Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung, bei ihren Kindern zeigten 17 Prozent auffällige Symptome der Angst.”
Seit Jahrzehnten wird an der Erforschung der Vererbbarkeit von Erfahrungen gearbeitet.
Doch wo ist die Lösung für die Ängste, wenn diese bei den Vorfahren entstanden sind?
Die einzige Lösung, die beschrieben wurde, ist, dass wenn das traumatische Erlebnis kurz nach der Entstehung wieder aufgelöst bzw. behandelt wird, die betroffene Person von bleibenden Schäden verschont bleiben kann.
- Doch wie viele unsere Vorfahren haben ihre Erlebnisse nicht wirklich verarbeiten können?
- Wie viele haben nie darüber gesprochen?
- Wie viele sind ihre Wut gegenüber den Verursachern nicht losgeworden?
- Wie viele sind gestorben, haben ihre Themen nicht aufgelöst und dadurch einen bleibenden Abdruck in der Familie hinterlassen?
Epigenetik beschreibt die Erkenntnis, dass die Eigenschaften eines Organismus durch das bei der Geburt vererbte Genmaterial unveränderbar bestimmt wird, nicht haltbar ist. Die Gene in einer Zelle werden an sich nicht wie bei einer Mutation verändert, trotzdem werden durch äußere Einflüsse auf die Zelle die Gene ein- oder ausgeschaltet bzw. stärker oder schwächer abgelesen.
Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern
Zuerst erfahren haben wir vor Jahren darüber in dem Buch von Bruce Lipton „Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern“.
Er befasste sich als Wissenschaftler nicht nur mit dem Zellkern und den Genen sondern auch mit der Zellmembran und der Umgebung der Zelle und fand heraus, dass die Zellmembran und das Umfeld viel mehr Einfluss auf das Verhalten der Zelle hat als die einzelnen Gene.
Als Metapher nehme ich für ein Gen ein Mensch. Die Zelle ist ein Team, was aus vielen Menschen (Genen) besteht. Das Verhalten des Teams nur aus dem Verhalten der einzelnen Teammitgliedern zu beschreiben, ist zu simpel. Es hängt sehr viel davon ab, in welcher Umgebung das Team arbeitet. Gibt es Druck von Außen, fehlen Ressourcen wie Zeit oder befindet sich das Team in einer entspannten harmonischen Umgebung – alles hat einen Einfluss.
Epigenetik beachtet also Umwelteinflüsse auf unser Zellsystem
Äußere Umwelteinflüsse und natürlich auch Umgebungseinflüsse direkt um die Zellen im Körper, die durch Stress, Wut, Angst, Trauer oder durch Freude, Urvertrauen beeinflusst werden. Wenn jemand wütend ist „Ich bin jetzt sauer“ lässt den Körper bzw. die Umgebung der Zellen sauer (Gegenteil zu basisch) werden. Eine sauere Umgebung (Können Sie mit einem Teststreifen selbst bestimmen, ob Sie im saueren oder basischem Bereich sind) wirkt sich negativ auf die Zellen aus – Stress.
Wird Wut oder Stress reduziert, so verändert sich der sauere Zustand und geht in Richtung basisch.
Die Epigenetik geht in die richtige Richtung und erklärt, wieso Stress, Wut, traumatische Erlebnisse in der Gegenwart aber auch bei den Vorfahren (Kriegsenkel) sich auf die Zellen und Gene auswirken.
Was jedoch bei Lipton und auch in dem Artikel in der National Geopraphic Ausgabe Mai 2018 “Das Trauma von Gewalt und Krieg – Vererbtes Schicksal – Wie die Erlebnisse von Großeltern und Eltern unsere Gene – und damit unser Leben – bestimmten” fehlt, ist, wie diese Traumata aufgelöst werden.
Wie ich schon in dem Blogartikel „Kriegsenkel“ geschrieben habe, haben wir dafür das Handwerkszeug entwickelt. Es geht darum, die Traumata – für uns sind es Systemgesetzverletzungen – aufzulösen.
System Empowering löst diese traumatischen transgenerative Verletzungen
Wir haben in fast jedem unserer System Empowering Coaching mit dem Auflösen von Vorfahren Themen (Kriegsenkel und Kriegsurenkel) zu tun, weil die Ursachen unserer heutigen Signale (Konflikte, Ängste, Krankheiten, Misserfolg, Beziehungsunfähigkeit, …) aus unaufgelösten Systemgesetzverletzungen unserer Vorfahren (Kriegskinder und Kriegseltern) entspringen.
Die eigene Erfahrung und auch die unzähliger Klienten zeigt, dass durch die innere Aufstellung mit Hilfe der Genea-Methode die Systemgesetzverletzungen aufgelöst werden, sich die Symptome wie Angst, Wut usw., die wie vererbt beim Menschen sich zeigten, sich ebenfalls mit auflösen. Dadurch verändert sich die Umgebung der Zelle und die Zelle geht anders mit den Genen um und dadurch beispielsweise wieder Gesundheit und Urvertrauen entsteht.
Ressourcen:
- National Geographic Heft 05 / 2018
- Intelligente Zellen: Wie Erfahrungen unsere Gene steuern von Bruce Lipton
Hier finden Sie die Einordnung weiterer Methoden und Ansätze: System Empowering im Vergleich zu anderen Methoden.
Wenn Sie selber Ängste, Blockaden und traumatische Erlebnisse bei sich und Ihren Vorfahren auflösen wollen, dann schauen Sie sich unser Unternehmer Coaching an.