Neue Software verändert nicht nur Ablage. Sie verändert Abstimmung, Verantwortung und Tempo im Betrieb. Wenn diese Veränderung nicht geführt wird, gewinnt am Ende der alte Alltag.

Damit eine Einführung im Handwerk stabil wird, braucht es weniger große Ansagen und mehr Klarheit im Alltag. Die folgenden fünf Schritte zeigen, worauf es ankommt, plus ein zusätzlicher Hebel nach Projektabschluss.

 

Kurzüberblick

  • Status quo je Ebene klären: Chef, Büro, Baustelle
  • Führungslinie halten und Bauleiter, Teamleiter nicht umgehen
  • Entscheidung absichern mit interner Kompetenz und Pilotprojekt
  • Einführung klein und alltagsnah: ausprobieren, Fragen sammeln, kurze Sessions
  • Feedback und Kontrollprozess bauen, damit es langfristig genutzt wird

 

1. Status quo je Ebene klären: Chef, Büro, Baustelle

Es gibt nicht den einen Anwender. Unternehmer, Büro, Baustelle und Führung haben unterschiedliche Gründe, warum sie etwas verändern wollen, und genauso unterschiedliche Sorgen, was sie verlieren könnten.

Eine hilfreiche Leitfrage lautet: Was ist am aktuellen Zustand für die jeweilige Person gerade gut, so wie es gerade ist? Erst wenn das geklärt ist, wird sichtbar, was bei der Einführung berücksichtigt werden muss, damit Menschen überhaupt mitgehen.

Ein typisches Beispiel: Wer gern draußen ist und den Baustellenkontakt braucht, erlebt eine Umstellung anders als jemand, der Ordnung und Übersicht im Büro sucht. Eine Einführung wird stabiler, wenn diese Unterschiede vorher ausgesprochen werden, statt sie später als Widerstand zu deuten.

2. Führungslinie halten und Bauleiter, Teamleiter nicht umgehen

Ein häufiger Fehler ist gut gemeint und trotzdem teuer: Entscheidungen werden zentral getroffen, und die Einführung wird direkt bei den Monteuren angesetzt. Damit wird die zweite Führungsebene praktisch übergangen.

In vielen Teams wird das sofort gelesen. Nicht als Effizienz, sondern als Signal: Die direkten Vorgesetzten haben nichts zu sagen. Akzeptanz entsteht so nicht, selbst wenn die Software objektiv sinnvoll ist. Die Folge sind zwei Lager. Die einen sind offen genervt, die anderen warten ab, bis der nächste Impuls kommt.

Wenn die Führungslinie sichtbar bleibt, steigt die Chance, dass aus einem Werkzeug ein gemeinsamer Standard wird.

3. Entscheidung absichern: interne Kompetenz plus Pilotprojekt

Verbindlichkeit entsteht nicht durch Ansage, sondern dadurch, dass Entscheidungen im Alltag beantwortbar bleiben. Sobald Detailfragen kommen, entscheidet sich, ob Führung Sicherheit ausstrahlt oder selbst unsicher wirkt.

Dafür braucht es nicht, dass der Unternehmer alles selbst bedient. Es braucht interne Kompetenz. Jemand muss den Ablauf praxisnah getestet haben. Ein Pilotprojekt schafft genau das: eine echte Baustelle, echte Dokumentation, echte Hürden. Danach ist klar, was passt, was nervt, und was angepasst werden muss.

In diesem Zusammenhang fällt oft der IKEA Effekt. Wenn Menschen sich Abläufe selbst erarbeiten und im Alltag ausprobieren, steigt die Bindung und die Sicherheit. Entscheidend ist der Rahmen: kurz, konkret, machbar.

Wichtig ist dabei auch Kapazität. Wenn jemand die Verantwortung bekommt, aber keine Zeit, entsteht Frust. Dann kippt das Thema nicht wegen Technik, sondern wegen Überlast.

4. Einführung klein und alltagsnah: ausprobieren, Fragen sammeln, kurze Sessions

Schulungen scheitern selten am Inhalt. Sie scheitern daran, dass sie zu groß sind und zu weit weg vom Tagesablauf. Wenn eine Einführung sich anfühlt wie ein Zusatzprojekt, geht innerlich der Rollladen runter.

Wirksam wird es dann, wenn der Alltag die Richtung vorgibt. Einrichten, ausprobieren, Fragen sammeln, dann eine kurze Session, in der genau diese echten Fragen beantwortet werden. Nicht Theorie, sondern Praxis. So entsteht Schritt für Schritt ein Ablauf, der im Betrieb wirklich funktioniert.

5. Feedback und Kontrollprozess bauen, damit es langfristig genutzt wird

Viele Einführungen starten gut und verschwinden dann leise. Nach einigen Wochen ist die Projektakte nicht mehr aktuell. Fotos fehlen. Protokolle werden nicht abgelegt. Informationen wandern wieder in private Chats oder auf Zettel. Das sind Schattenprozesse.

Ein stabiler Gegenpol ist ein Kontrollprozess, der nicht nach Kontrolle aussieht, sondern wie ein normaler Teil des Ablaufs. Ein Beispiel ist der Rechnungsversand mit Projektbildern oder Berichten. Wenn die Bilder fehlen, fällt es automatisch auf. Dann wird sichtbar, wo der Prozess reißt, ohne dass jemand täglich nachhalten muss.

Entscheidend ist die Rückkopplung: kurz, regelmäßig, konkret. Sonst bleibt es bei guter Absicht.

Zusätzlicher Hebel nach Projektabschluss

Ein zusätzlicher Hebel ist eine Wiedervorlage ein bis zwei Monate nach Projektabschluss. Kurz nachfragen, wie sich Dach, Heizung, Bad oder Küche im Alltag bewähren. Pflege, Bedienung, Extrawünsche. Manchmal reicht schon das Signal: Wir kümmern uns.

Das wirkt nach außen und nach innen. Nach außen, weil Kunden sich ernst genommen fühlen. Nach innen, weil Leistungen besser nachvollziehbar werden. Wenn Abstimmung und Dokumentation fehlen, werden Positionen schneller gestrichen mit dem Satz, das sei nicht beauftragt gewesen. Saubere Kommunikation verhindert genau diese Reibung.

Schlussgedanke

Software verändert Abstimmung, Verantwortung und Tempo im Betrieb. Wenn diese Veränderung nicht geführt wird, gewinnt am Ende der alte Alltag.

Reflexionsfrage zum Abschluss: Welche zwei Prozesse müssten in deinem Betrieb wirklich stabil laufen, damit Büro und Baustelle nicht nur mehr Informationen teilen, sondern auch spürbar ruhiger arbeiten können?

Links aus der Folge:

MemoMeister: https://memomeister.com
Bauimpulse Podcast: https://bauimpulse.digital
Systemcheck: https://hanseatisches-institut.de/systemcheck-durchfuehren/

Transkript
[00:00:01] Jan Schulz
Herzlich Willkommen zum Unternehmer Power Podcast. Heute sprechen wir über ein Thema, das viele aus dem
Handwerk sicherlich kennen. Eine neue Software wird eingeführt, neue Mitarbeiter, Software, um die Kommunikation
zwischen der Baustelle und dem Büro zu erleichtern, zu verbessern und das Ganze alles ein bisschen flüssiger zu
gestalten, damit man sich eben mit diesen ganzen lästigen Problemen, die vielleicht noch ein analoges Büro oder sage
ich mal so, Software, die hier und da mal zusammengewürfelt wurde, dann lösen kann. Heute zu Gast ist daher Achim
Maisenbacher. Hallo Achim.
[00:00:37] Achim Maisenbacher
Hallo Jan, schön, dass sie da sein darf.
[00:00:40] Jan Schulz
Ja, vielen Dank für deine Zeit. Du bist ja Mitgründer von Memomeister, zusammen mit dem Jan Schokos zusammen
gegründet 2018 und host von dem Podcast Bauimpulse mit Memomeister unterstützt ihr Bau und Handwerksbetriebe
dabei, die Lücke zwischen dem Büro und der Baustelle zu schließen. Und heute sprechen wir über fünf verdeckte
Fallen, die bei der Einführung einer solchen Mitarbeitersoftware im Handwerk auftreten können. Aber bevor wir uns
damit auseinandersetzen, Achim, erzähl mir mal, warum sich Leute eigentlich dafür entscheiden, eure Software zu
kaufen. Was sind da so die die Probleme, Die, die diese Unternehmer haben in ihren Betrieben?
[00:01:23] Achim Maisenbacher
Also ganz klar kennst du ja vielleicht auch von deinem privaten Freundes und Bekanntenkreis. Es gibt kaum jemand,
der nicht schon schlechte Erfahrungen mit irgendwelchen Baustellen und Handwerkern gehabt hätte. Zum Thema, was
gemacht worden ist, was noch offen ist, welche Punkte auf der Baustelle falsch bestellt worden sind. Und es ist einfach
auf jeder Baustelle logisch. Vor allem in der Sanierung passiert so viel Unvorhergesehenes. Ja, da läuft selten nach
Plan. Und dann hast du ganz oft einfach auf Zuruf, Also arbeiten auf Zuruf. Ja, auf jede Baustelle gibt es die Wände,
wo mit Bleistift irgendwelche Materialbestellungen an die Rigipsplatte geschrieben worden sind oder oder und und und.
Und wenn du das so zusammenrechnest, ja, wie kannst du dich da besser organisieren? Wie kannst du dich besser
strukturieren? Das war 2017 rum, da haben wir uns ganz oft bei ganz vielen Handwerkern angeschaut und gesagt
Hey, wenn der einzige Weg ist, dass ich chatte oder oder Anruf oder es ganz vergesse, dann braucht es da
höchstwahrscheinlich ein bisschen mehr Struktur. Und wenn man Meister, kannst dir vorstellen, wie einen digitalen
Baustellenordner, auf den jeder Zugriff hat und in Unterordner auf die, die Zugriff haben, die da Zugriff brauchen. Und
dann hast du Pläne dabei, dann hast du Fotos dabei von der Bestandsaufnahme, dann hast du die ganzen Abnahmen,
Protokolle, vielleicht Förderanträge, Drohnenbilder bei Dachdeckern usw und das hast du vom ersten Tag bis zum zur
Schlussrechnung und eigentlich auch noch darüber hinaus. Wenn du in Wartungsverträge gehst usw, einfach alles an
einem Ort und logischerweise die beste Kommunikation ist die, die da gar nicht gar nicht nötig ist, die nicht stattfinden
muss, weil du einfach ein paar Prozesse, paar Gewohnheiten, ein paar Abläufe aufgebaut hast. Und das kann es jetzt
auch vorstellen. Ja, nicht jeder Chef, der das gerne hätte, schafft es bei seinen Mitarbeitern, dass die das nachher
auch im Alltag so nutzen, wie es der Chef gerne hätte.
[00:03:27] Jan Schulz
Ja, das kennen wir aus unserer Coachingarbeit nur zu gut. Da geht es in der Regel nicht um Software, aber auch um
Kommunikationsstrukturen und Kommunikationstools zwischen den Mitarbeitenden, zwischen den Führungsebenen.
Und das manchmal auch so ein naiver Grundgedanke, dass, wenn man da einen gewissen Werkzeugkasten bekommt,
bei uns wären das so diese Coaching Tools, die wir haben bei euch dann diese Software, um den Mitarbeitern das
beizubringen, wie man richtig kommuniziert, dass man auch aufdeckt, welche Auswirkungen es hat, wenn das nicht
passiert. Also wenn man bei euch weiterhin eine Rigipsplatte zeichnen, mit dem Bleistift rumzeichnet, Dass das
vielleicht dann nicht ermöglicht, dass da eine klare Kommunikation stattfindet, ist ja eigentlich klar. Aber diese
Veränderungen da reinzubringen, das ist, das stelle ich mir auch in eurem Bereich sehr. Schwierig vor. Wenn man die
Voraussetzungen dafür nicht schafft. Und eine Voraussetzung ist ja zum Beispiel, dass das in den ersten Punkt zu
verstehen, was so, ja womöglich versteckte Hürden und Hindernisse sein können. Wenn ich jetzt das Ziel habe, so eine
Software zu implementieren, zu implementieren mit den besten Grundgedanken, mit einer positiven Absicht und nicht
nur mir als Unternehmer, als Chef, sondern auch den Mitarbeitenden, sage ich mal, diese Kommunikation auf
Softwarebasis dann eben zu erleichtern, so dass jeder Zugriff zu den Informationen hat, die er braucht. Die
Zugehörigkeit in dem Sinne auf allen Ebenen und bei uns wie bei jeglicher Veränderung fragen wir auch, ob die
Menschen sich überhaupt bewusst sind, was das Gute daran ist. Daran ist, dass sie dieses Ziel noch nicht erreicht
haben. Und das Ganze nennen wir System Check check. Die Folge dazu habe ich ausführlich oder die ausführliche
Folge habe ich in der Beschreibung verlinkt. Aber da meine Frage Verstehen eure Kunden, was das Gute daran ist,
dass sie quasi diese Software noch nicht implementiert haben? Wenn es was Gutes gibt, Das weiß ich nicht.
[00:05:22] Achim Maisenbacher
Ich ich finde das super. Also diese diese Frage ist super spannend, weil du hast ja in so einem Unternehmen
verschiedene Anwender. Na ja, du hast ja Chef der Unternehmer, nennen wir ihn mal Unternehmer, der gute Gründe
hat, warum man jetzt das besser machen will. Ja, die Endkunde, wenn er eine Rechnung bekommt, nicht aus allen
Wolken gefallen, weil er sagt habe ich so nie bestellt. Ja, er weiß, wenn jemand mal in Urlaub geht im Unternehmen,
dann kann jemand anders einspringen und weiß eigentlich, was der Baufortschritt gerade ist. Und er kann Prozesse
von Menschen unabhängiger gestalten, weil es ja auch jeder Unternehmer eigentlich möchte, dass in die Richtung
geht, der kann. Das war schon 2019 kam so eine größere Skala auf als SHK steht für Sanitär, Heizung, Klima. Er kam
auf mich zu und hat gesagt Achim, seitdem wir das meist im Einsatz haben, das ist super. Mein bester
Vertriebsmitarbeiter in der Ausstellung, der kann jetzt in der Ausstellung bleiben. Der, der ist auch Bauleiter. Ja, der hilft
dann auch. Aber er muss nicht mehr mit auf die Baustellen fahren, weil er die Infos einfach reinbekommt, weil er eine
Austauschplattform geschaffen hat. Und wenn der Kunde anruft, weiß der Bauleiter trotzdem, was aktuelle
Bautenstand ist. Aber er kann halt eine halbe Stunde vorher auch ein neues Bad verkauft haben und sagt Dieses
Trennen von Vertrieb und Ausführung ist für viele Unternehmer wieder eine richtige, wichtige Rolle. Dann hast du ja
aber auf der anderen Seite auch die die Mitarbeiter im Büro. Ja, du hast ja gesagt. Brügge Büro, Baustelle. Da hast du
die Mitarbeiter im Büro, die haben ganz andere, einen ganz anderen Status quo. Und die Mitarbeiter auf der Baustelle,
die haben ja auch einen anderen Blickwinkel auf die ganzen Dinge. Und mit dem Impuls von dir zu sagen, Hey man,
erst mal raus, was in der Gegenwart eigentlich gerade gut ist, bin ich der Meinung, das muss man für alle drei
Personengruppen machen.
[00:07:22] Jan Schulz
Exakt. Genau.
[00:07:23] Achim Maisenbacher
Und und dann finde ich natürlich logischerweise Argumente und Hindernisse, wenn ich das jetzt verändere, also zum
Beispiel Wir legen die Fotos von der Bestandsaufnahme direkt immer im Pool ab, so dass ich nachher, wenn ich das
Angebot schreiben will, auch reingucken kann. Oder den Mitarbeiter, wenn ich den Brief und die Fahren raus auch
zeigen kann. Guck mal da, so sieht es bei der Tante Erna aus. Ja, da ist so, ist, so ist der ja altes Bad. Und wenn du da
reingehst. So, da ist das Treppenhaus. Das kannst du alles machen. Je nachdem, aus welcher Perspektive du das
tust, sagt der eine dann Oh ja, aber hatte ich auch so im Gespräch mal einen Bauleiter, der halt gerne rausfährt. Der
heute gerne rausfährt. Du brauchst nur einen, wenn der Bauleiter im Team ist und einer sagt Ja, ich will aber jetzt nicht,
weil ich bin gern auf der Baustelle, mir macht es Spaß. Das ist der Teil von dem Job, der mir richtig Spaß macht. Und
du kommst da, Chef und sagst Trallala mit Pauken und Trompeten, In Zukunft musst du weniger da raus. Das sagt ja
gerade das weg, was eigentlich Spaß macht. Ja und insofern ja. Vielleicht ist es nicht nur so, dass man das pro
Personengruppe anschauen muss, sondern ich glaube als Chef tatsächlich mit jeder Person einzeln auch noch ein
bisschen angucken muss Was hast du denn gerade davon? Was ist gerade für dich gut, so wie es gerade ist?
[00:08:45] Jan Schulz
Ja, typischerweise sollte vorrangig ja natürlich der Gesamtverantwortliche, also der Chef, die Chefin hat sich diese
Frage stellen und das dann auch genau von solch einer Führungsebene zur Führungsebene runterbrechen bis auf die
unterste Ebene. Weil das hat nicht nur den Vorteil, dass man als Führungskraft herausbekommt, ob man tatsächlich
alle Punkte abgedeckt hat, sondern man kriegt ja auch super wertvolles Feedback, was man vielleicht vorher noch gar
nicht bedacht hat. Dass Arbeitsprozesse, Abläufe oder Aspekte oder Teilaspekte eines Jobs, wie du es gerade
beschrieben hast, so eine Wichtigkeit für eine Person haben oder dass die da richtig drin aufgehen. Was dann
vielleicht wegfallen würde, hat ja erhebliche negative Auswirkungen hinten raus. Das zweite ist, dass die Person, die ja
im Endeffekt dann ja auch mit so einer Software dann arbeiten müssen oder in so einem veränderten Kontext auch das
Gefühl haben, dass sie, sage ich mal, einen Teil in diesem Entscheidungsprozess darstellen und auch gehört werden.
Also wieder Stichwort Zugehörigkeit. Und da ist unsere Erfahrung, dass alleine, wenn man das macht, sich hinsetzt
und sagt hier, das sind meine Gedanken, Jetzt sind eure wichtig und ich möchte auch, dass ihr die von euren
Mitarbeitern, die in der Schlammzone sind, auch einholt, damit wir gemeinsam, sag ich mal, eine Entscheidung treffen
können. Dann ist es manchmal auch egal, ob diese Punkte jetzt eins zu eins übernommen werden, sondern alleine,
dass man diese Fragen stellt und sage ich mal, diese Anerkennung gibt in dem Sinne, das macht schon, wie wir das
sagen, so ein stimmiges Gefühl bei den bei den Menschen. Und das ist ganz wichtig, dass die die Entscheidung
verstehen können. Was nicht immer bedeutet, dass sie genauso entscheiden würden. Aber alleine diese Frage erzeugt
schon Zugehörigkeit.
[00:10:27] Achim Maisenbacher
Das ist. Das ist super, vor allem wenn du. Du hast gerade in einem Nebensatz quasi meinen zweiten Punkt gesagt.
Was oft schief läuft, ist, dass der Chef kommt. Ja, und dann nachher sagt, er überspringt seine zweite Führungsebene
und macht eine Mitarbeiterschulung bei den Monteuren. Und dann hast du das, was du. Du hast es ja gerade gesagt.
Du gehst zu denen zu deinem Führungsteam hin und sagst Redet ihr bitte mit euren Leuten und holt ihr bitte diese
Informationen ein? Weil du willst ja, dass dein Führungsteam auch wahrgenommen wird als Führungsteam und diese
Akzeptanz hat, diesen inneren Status hat. Und im Handwerk ist es ganz oft so, dass der Chef hockt quasi da, macht
vielleicht auch das Gespräch mit mir als Beispiel, schaut sich an, ob die Software das Konzept hat. Ist total gut, die
machen wir jetzt und dann. Also wir machen das schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr so, aber früher haben wir
die dann alleine gelassen und dann ist es ganz oft so passiert. Ja, dann kam halt und hat gesagt, das machen wir jetzt
übermorgen hat quasi die Mitarbeiter haben schon gedacht, Oh, Chef, war wieder auf dem Seminar oder der Chef trägt
wieder irgendeine Sau durchs Dorf. Die eine Hälfte wusste, das können Sie aussitzen und die andere Hälfte kann jetzt
nicht sagen Ich mache da nicht mit. Ja, und da steckt ganz viel Problematik dahinter. Dieses eigene Führungsteam
auszuspielen.
[00:11:54] Jan Schulz
Ja, und das hat, das ist auch nicht immer leicht als als Chef, weil man so viele Stränge in der Hand hat. Man soll ja das
Unternehmen voranbringen, da muss man sich mit dem Tagesgeschäft auseinandersetzen. Dann hat man vielleicht
noch Konflikte, mit denen man irgendwie umgehen muss. Und ist auch die Frage, ob man überhaupt die Fähigkeiten
hat zu führen in dem Sinne. Da kommt ja echt echt vieles zusammen. Und gerade wenn man dann so eine
Implementierung macht, die ja alle betrifft, die ja flächendeckend das Unternehmen verändert, tauchen in der Regel
dann diese diese kleinen oder größeren Feuerchen dann auf.
[00:12:28] Achim Maisenbacher
Ja, das stimmt. Ja klar. Aber du hast schon recht. Wir müssen nur aufpassen, dass es nicht super, super, super
kompliziert klingt am Ende des Tages. Weil ich glaube, viel Macht macht man ja schon intuitiv.
[00:12:40] Jan Schulz
Ja, richtig.
[00:12:42] Achim Maisenbacher
Ich glaube, wir können ein paar Fehler vermeiden. Deswegen auch diese Podcastfolge Und wenn du jetzt noch mal an
diesen Chef denkst. Ja, der. Wie hast du es gesagt? Ja, positive Absichten hat wie richtig machen will, der durch die
Folge heute vielleicht einfach sagt Hey, ein Schritt zurück. Also wir haben jetzt gerade schon vor zweieinhalb Jahren
etwa aufgehört, dass die alleine machen zu lassen, sondern haben bei uns ins Angebot aufgenommen, dass wir sie
begleiten. Nicht, weil das Tool jetzt unglaublich kompliziert ist, das Gegenteil ist der Fall, sondern weil wir die. Wie
nennt man das? Die Gefahr erkannt haben, was passiert, wenn man die vor sich hinwurschteln? Sagt man bei uns im
Schwabenland vor sich hin wurschteln lassen. Und wie du es gerade gesagt hast, das ist ja ein Spiel. Das sind neue
Spielregeln. Auf dem Spielfeld ist ein komplett neues Spiel, wo die ganze Mannschaft mitspielt. Und da wäre es ja total
doof, wenn ich ein Hobbycoach an die Seite stellt und sagt Ihr rennt jetzt alle dem Ball hinterher Und dann hast du nach
zwei, drei Wochen so ein Knäuel und es ist immer wieder dasselbe. Auch bei Regeln. Das Spiel macht halt nur Spaß,
wenn man ein paar Regeln kennt. Aber wir kennen die ja. Wir machen das ja jede Woche. Ja, und dann haben wir
gesagt Komm, wir machen diesen Spielleiter, wir erklären die Regeln, wir helfen dem Chef. Und durch deinen Impuls
habe ich jetzt noch mal einen kleinen Punkt mehr, dass ich die Leute einfach im Kick off auch schon einfach frage.
Guck doch mal bei allen deinen Mitarbeitern, was ist denn bei denen heute gerade gut und was müssen wir
berücksichtigen, wenn man in drei, vier Wochen denken das was heute gut ist, wie kriegt man das so hin, dass es auch
in vier Wochen noch gut ist oder halt anders Auch gut.
[00:14:30] Jan Schulz
Aber ich kann mir vorstellen, wenn man diese Begleitung nicht hat, wo in welche Richtung werden dann die Fragen
gestellt? In der Regel ja in die Richtung des Chefs. Und dann ist ja die Frage, wie geht man als Chef damit um, wenn
man eben noch nicht diese Fähigkeiten hat. Man ist ja im Endeffekt kein IT’ler. Na das hat ja beobachtest du da auch,
sage ich mal, Auswirkungen, die es dann in der Vergangenheit hatte, wenn der Chef dann da quasi steht, in
Erklärungsnot ist und dann sagt so, ja, das weiß ich jetzt auch nicht so genau.
[00:15:00] Achim Maisenbacher
Genau das ist 0.3 auf der Liste. Ich kann natürlich nur eine gute, fundierte. Es fällt mir gerade so ein bisschen das Wort
vertretbare ist vielleicht das richtige Wort. Entscheidung von meinem Team einfordern, wenn ich selber mich
ausreichend damit beschäftigt habe. Und so ein Softwaretool hat ja viele Facetten. Und wenn ich jetzt sage, ich nehme
mal das Beispiel mit dem Seminar, ja, ich lasse mir heute vom befreundeten Unternehmer Memomeister zeigen, fahre
voller Enthusiasmus nach Hause und am nächsten Tag gehe ich in die Büros. Okay, wir machen jetzt alle, weißt du.
Und eine Dreiviertelstunde später kommt der erste zur Tür rein, sagt der Chef Du, ich habe hier gerade mal eine Frage
Wie mache ich es oder wie mache ich das mit dem Bericht? Oder wie geht es mit den 360 Grad Fotos? Ja dann. Dann
stehst du da und sagst irgendwie Martin hat es mir gestern auch gezeigt. Ja, weiß auch nicht. Probiere es doch selber
mal aus. Dann habe ich einen inneren Status natürlich komplett verspielt. Ja, dann heißt es Du bist ja selber gar nicht
sicher, was diese Software und diese Software funktioniert. Und ich will aber auch nicht, dass der Eindruck entsteht,
dass ich als Chef mich jetzt tagelang hin und sagt ich muss jetzt der beste Software Anwender dieser Welt werden. Ich
glaube mir, also mir geht es einfach nur darum, dass du in einem Unternehmen jemand findest, der die Software
vernünftig, ausreichend tief getestet hat und der das ist auch Teil dieser Begleitung am Anfang, dass man eben auch
ein praktisches Projekt findet, wo man sagt Hey, das ist jetzt der theoretische Teil, So funktioniert das. Schauen wir uns
im Büro an, jetzt müssen wir aber rausgehen auf die Baustelle und da draußen ausprobieren und am besten mit ein
paar Leuten aus dem Team, die nachher auch mitentscheiden dürfen. Das war ein guter Impuls von dir zu sagen,
sobald ich die frage, sobald ich die frage Was ist denn heute gut? Was müssen wir aufpassen, dass es in Zukunft gut
bleibt? Sobald ich sie gefragt habe, habe ich eine viel höhere Akzeptanz.
[00:16:59] Jan Schulz
Und das ist ja auch eine. Eine Fähigkeit oder vielleicht nicht? Eine Fähigkeit. Aber so eine Information, die man im
Vorfeld braucht, ist, dass man als Chef ja gar nicht überall 100 % die Finger drin haben muss, sondern alleine diese
Kapazitäten eventuell zu schaffen in der Phase der Implementierung, dass diese Person auch den Raum kriegt, sich
genau damit auseinanderzusetzen, weil wir sehen das auch ganz häufig, gerade bei bei solchen Veränderungen. Man
findet ja in der Regel eine Person, aber das ist dann noch eine Sache, die wiederum noch mehr auf dem Schreibtisch
liegt, wo man das im Vorfeld nicht so richtig klärt oder nicht die richtige Begleitung hat, diese Person dann auch merkt
so Boah, ich soll jetzt Die die Alltagsgeschichten hier abdecken. Dann haben wir noch ein paar Langzeitprojekte und
ich soll hier noch Software Projektleiter werden. Das das ist halt eine Sache, die, wo so eine Begleitung auch super
wichtig ist, dass man dann auch selber merkt als betroffene Person Hey, ich muss die Fragen ja gar nicht beantworten
jetzt. Ich bin ja auch nur Lehrling in dem Sinne und habe dann da den Achim, der mir der mir helfen kann, wenn ich es
wenn ich es brauche. Vor allen Dingen sieht man ja auch erst in dem sage ich mal, wenn man ins tiefe Becken
geschubst wird, was man denn eigentlich braucht und welche Fragen auftauchen. Abseits von so einem
Übungsrahmen sicherlich, oder?
[00:18:18] Achim Maisenbacher
Ja, genau das ist. Wir machen dann am Anfang immer so ein Kick Off Gespräch. Dann machen wir so, wir richten uns
mal ein. Das sind in Summe so zwei Stunden Aufwand und dann gebe ich Hausaufgaben. Also didaktisch gesehen
sage ich Das haben wir gemacht, das haben wir gemacht. Jetzt müsste es mal ausprobieren. Holt euch die App, geht
zur Currywurstbude oder ins Restaurant oder macht irgendwas, weil ihr, wenn ihr jetzt damit ausprobiert und rumspielt,
dann kommen automatisch Fragen und die schreiben sie sich fest. Also die halten sich fest. Wir haben eine Doku Tool,
da kann man ja Fragen dokumentieren. Ja, also so ein Dogfood. Ja, halten Sie sich fest und dann ist das nächste Call
Ist da nicht. Komm, wir gucken uns wieder schöne Software Knöpfchen an, sondern welche Fragen sind denn bei euch
entstanden? Und dann gehen wir diese Fragen durch und beim Durchgehen. Diese Fragen kannst du natürlich wieder
logischerweise zeigen. Das geht hier, das geht dort, das geht hier, aber dann ist es quasi von sich selbst ist ein
bisschen der IKEA Effekt. Ja. Sich selbst erarbeitet und dann kommen wieder die Fragen und es muss immer in so
einem Konzentrationsrahmen von einer halben Stunde. Max Ja, wenn du jetzt zwei Stunden Softwareschulung
machen musst, ja nebenher. Irgendwie geht der Rollladen auch wieder runter.
[00:19:37] Jan Schulz
Richtig, Genau. Jetzt meine Frage. Auch so ein bisschen als Leihe. Wenn wir uns die verschiedenen Ebenen
anschauen, welchen Mehrwert haben denn die verschiedenen Mitarbeitenden davon jetzt von dieser Software?
Natürlich der der Chef. Das ist mir, glaube ich, schon sehr klar. Dann die Führungskräfte. Aber wenn ihr sagt auch
Schnittstelle, Büro, Baustelle was haben denn die Leute, die auch, sag ich mal, in den unteren Strukturen arbeiten, jetzt
davon, wenn sie so eine Software implementieren.
[00:20:09] Achim Maisenbacher
Also das ist eine super spannende Frage. Wurde auch im ersten Augenblick auch wir in 2018 ja gesagt haben. Puh,
Schwer. Ja und dann? Wenn das ein bisschen aber analysierst, dann merkst du die meisten Mitarbeitenden auf dieser
Ebene, die haben ja jetzt nicht den akademischen Hintergrund. Ja, die kommen, und die haben sich irgendwann mal
für einen Berufsweg entschieden. Ja, so nach dem Motto Ich will nicht im Büro arbeiten. Das ist einer der Gründe. Ja.
Dann kannst du Polizist werden. Ja. Dann kannst du ins Handwerk gehen. Und allzu viele Möglichkeiten hast du dann
gar nicht. Wenn du sagst, du willst nicht ins Büro. Und wenn du dann aber auf der Baustelle bist und sagst Mache ich
gern. Dann gehe ich darin auf. Da bin ich gut drin. Da brauche ich Sekunden am Montag morgens aufzustehen und
dann zu wissen ich fahre jetzt zu irgendwelchen Hamburgern, Millionären und der, denen ihr ihre Toilette vergolden als
Beispiel. Ja, musst du, brauchst du ja Gründe, das zu tun. Und das ist meistens liegt daran, dass sie stolz sind auf das,
was sie tun. Ja, die machen das gern. Die sagen ich schaff was. Wo ich morgens hinkomme, war es noch nicht. Da bin
ich ein paar Tage später wieder ins Gesicht der Kunden schaue und sehe Das war gut, was wir gemacht haben, das
sind die Stolz. Wenn du in die Handys von diesen Leuten rein schaust, dann findest du überall Bilder von noch stolzer
Arbeit. Ja, wo du sagst, so ein Verteiler von der Fußbodenheizung ist jetzt aber nicht unbedingt super attraktiv für so
jemand.
[00:21:49] Achim Maisenbacher
Ist es das, was er getan hat? Über mehrere Tage hat es ordentlich gemacht. Er macht ein Foto. Er sagt, es war ein
cooles Projekt. Und wir müssen die Motivation verstehen. Und dann einen anderen Punkt. Das ist wieder die Frage.
Was ist denn eigentlich gerade gut? Oder Was ist eigentlich gerade schlecht? Die haben immer Baustellen, da läuft es
schlecht, da kommt so ein Flow, da komme ich morgens hin, das ist einigermaßen klar, was zu tun ist. Material ist da,
die anderen Gewerke, Kollegen, du arbeitest so und dann ist es wie bei dir und bei mir, und dann ist auf einmal
Feierabend. Du warst im Flow? Ja, da gibt es aber Baustellen. Da gehe ich hin und sage. Keine Ahnung, was wir hier
tun müssen. Verstehe ich erstmal eine halbe Stunde. Füße in den Bauch. Ja, weil du dir denkst, Gut. Muss jetzt warten,
bis der Chef kommt, der Architekt kommt, Bauleiter kommt, wer auch immer. Und dann machen wir erstmal
Baustellenbesprechungen. Zwei Stunden später will ich loslegen. Sagt ja, wo ist denn das Material? Ja, okay, die
Hälfte ist gar nicht da. Oder sucht es dann? Dann will ich loslegen. Okay. Zugang zur Baustelle ist versperrt. Oder das
Gerüst ist nicht da. Oder der Kran steht nicht. Oder der Kran kann 1000 Gründe. Ja, dann kann ich ja selber vorstellen,
wie viel Bock du dann hast. Was ich damit ausdrücken möchte. Schluss also subsumiert Ja, wenn du es als Chef
schaffst, dass deine Mitarbeiter in dem stolzen Moment in den Flow kommen, dann hast du ein Team, die richtig Bock
auf ihren Job haben und dieses richtig Bock auf den Job ist quasi der der Grund, warum man von den Mitarbeitern
auch einfordern kann.
[00:23:23] Achim Maisenbacher
Hey, wenn was passiert, dann mach doch ein Foto. Beispiel Montag sagen wir mal 11:00. Malerbetrieb. Ja, stellt der
Mitarbeiter fest Die Tür, die müssen, wir müssen wir ersetzen und noch mal neu streichen. Das dauert dann einen Tag
länger wie geplant. Trocknungszeit, stellt er fest, sagt kein Mensch. Am Donnerstag kommt der Chef und sagt Wie
sieht’s aus? So, fertig? Ja, fast. Aber die Tür Müssen wir morgen noch mal kommen? Ja, Und deswegen sage ich zu
meinen Kunden immer Du fragst an so einem Tag nicht, warum, Sondern seit wann? Seit wann müssen wir das? Du
willst den Fehler ein bisschen auf die Spur kommen. Und wenn dann Der Mitarbeiter sagt Ja, eigentlich seit Montag,
aber du weißt es seit Montag. Ich weiß es seit fünf Minuten. Wenn du es mir am Montag gesagt hättest, dann hätte ich
dir vielleicht am nächsten Tag einen Mitarbeiter dazugegeben. Oder wir hätten gesagt Mach doch am Montag eine
halbe Stunde länger, dann können wir die Trocknungszeit extra und und und. Das heißt, du bist reaktionsfähiger, wenn
du es früher weißt. Und dann? Das musst du deinem Team beibringen, Ja zu sagen. Wenn wir hier besser miteinander
kommunizieren, dann haben wir die Chance und die Möglichkeiten, besser zu reagieren und besser reagieren. Dann
haben wir alle mehr im Flow. Das funktioniert besser. Wir müssen weniger Überstunden machen. Die Kunden sind
trotzdem glücklich. Und eine Sache zum Thema Dokumentation Wenn der Mitarbeiter mitbekommt, dass der Chef die
Leistung, die erbracht hat, vergessen hat abzurechnen, da hat er auch keinen Bock drauf.
[00:25:08] Achim Maisenbacher
Und es ist mir selber mal passiert. Das war ganz schlimm. Ich war früher Elektroingenieur und da hieß es dann auf
einmal von der Führung, von der Unternehmensführung Wir müssen unbedingt am Samstag arbeiten, wir müssen das
unbedingt bis nächste Woche fertig machen. Und dann habe ich extra geleistet, ja, aber Samstag da und habe mich
echt reingekniet. Es gab auch ein bisschen Bonus. Ja, will ich gar nicht. Das war nicht der Grund. Und dann stelle ich
aber nach zwei Monaten fest, dass die erledigte Arbeit immer noch rumliegt. Ja, ich habe Vollgas gegeben, aber das
Unternehmen hat dieses nicht weiter genommen, nicht fort, nicht fortgeführt. Und da fragst du dich Warum habe ich
denn jetzt Gas gegeben und woanders fällt es quasi hinten runter? Und das ist das, was mir mit meinem Meister
machen. Wir gucken durch die Projektakte, dass eben wesentlich weniger hinten runterfällt, dass sich die Leistung, die
ich erbringen, auch abrechnen kann, dass der Kunde nachher, wenn er eine Rechnung bekommt, die auch gern
bezahlt. Und so weiter und so fort. Und deswegen, das ist so einfach ein weiterer Grund, warum Softwareeinführung
auch scheitert Weil ich zwar vielleicht Dinge verspreche. Ja, das können wir jetzt in Zukunft machen. Wenn man dann
aber ein halbes Jahr später fragt Und machen wir das jetzt? Dann sagst du Nee, nee, bin ich erstmal noch nicht dazu
gekommen. Und so usw ist natürlich auch fatal.
[00:26:34] Jan Schulz
Richtig. Und das ist ja, dass der Mensch ja sehr einfach gestrickt, wenn man das jetzt in diesem Thema Software so
beobachtet, also diese Mitarbeitenden hat, die genau das erleben, was du gerade beschrieben hast, dann denken wir
in der Regel nicht in Schubladen und sagen okay, das hat jetzt zum Thema Software gemacht, aber in allen anderen
Bereichen ist alles super. Nein, in der Regel verallgemeinern wir dann diese Erfahrung und die Konsequenz, die daraus
entstanden sind. Und so kann es auch sein, dass wenn man dann auf einmal doch, sag ich mal, die PS auf die Straße
bringt und sieht Hey! Der Chef hat sich verändert, dass man das gar nicht so richtig wertschätzen kann oder sich die
Frage stellt Ja gut, jetzt hat das bei dem einen Projekt vielleicht gemacht, Beim nächsten Mal bin ich mal gespannt, ob
das dann wieder die Dynamik annimmt, wie es vorher war. Deswegen ist, auch wenn man das jetzt schon macht ist
unheimlich wichtig, dass man das auch umsetzt, was man in den Raum wirft. So, wir sagen auch, man sollte nichts
versprechen, weil das sagt ja schon so die Wortherkunft. Man verspricht sich, weil daran wird man ja auch gemessen.
Selbst wenn es die beste Absicht ist. Aber ein Punkt, den du den du genannt hast.
[00:27:40] Jan Schulz
Den fand ich super spannend. Ist nämlich dieses Thema Sinnhaftigkeit und Vision. Also warum stehe ich morgens auf
und mein Bruder ist auch Handwerker und ich bin so den akademischen und Bundeswehrweg gegangen. Und eine
Sache, die ich bei ihm beobachtet habe, war genau das, dass er in der Regel nach Hause gekommen ist und gesagt
hat Heute habe ich das erledigt. Heute habe ich das gemacht, hat mir Fotos gezeigt. Also der Segelmacher und hatte
eine richtige Zufriedenheit, obwohl er deutlich mehr gearbeitet hat, wie ich körperlich immer voll im Eimer war. In dem
Sinne viel weniger verdient hat. Aber sagt er ja, wieso? Die Arbeit, die ich hier mache, ich sehe, was ich mache und das
macht mich richtig stolz. Und dann auch diese Entwicklung persönlich zu sehen. Und da ist auch unsere Erfahrung,
dass man genau das natürlich erstmal wissen muss als Unternehmer. Was motiviert die Menschen eigentlich? Weil
wenn ich das nicht weiß, kann das auch nach hinten losgehen. Also dass ich, sage ich mal, die Motivation der
Menschen verliere, weil diese nicht anerkannt wird. Also auch diese Steckerleiste, die du angesprochen hast. Das mag
für den Laien einfach nur eine Steckerleiste sein und etwas, was gemacht werden muss. Und für jemand anderen ist
das eigentlich so der der Ausdruck der eigenen Arbeit, wo man ja auch eine Identität Stolz mit verbindet.
[00:29:00] Jan Schulz
Und der nächste Punkt ist, das wollte ich einfach nur mal so ansprechen, weil ich das immer sehr, sehr wichtig finde,
gerade wenn man Mitarbeitende führt. Der nächste Punkt ist ja eben diese diese Hand zu heben. Also entweder in
einem Telefonat, wo man sagt Hey, hier ist gerade was nicht so gut gelaufen oder hier ist was liegen geblieben oder ist
ein Fehler passiert? Und wenn man diese Kultur im Unternehmen schon hat und dann aber durch so eine Software
Mittel und Wege implementiert, dass man das quasi in Realtime in Echtzeit machen kann. Das ist, glaube ich, ein
unheimlicher Mehrwert, weil diese Rattenschwänze, die können ja richtig, richtig lang werden. Was passiert, wenn die
Person, die davon wissen müssen, es nicht wissen oder nur zeitverzögert mitbekommen? Und ich kann mir vorstellen,
vielleicht kannst du da was zu sagen, dass gewisse Dinge für ein Mitarbeiter auf der Baustelle vielleicht gar nicht so
das große Ding darstellt, weil die vielleicht noch nicht so richtig wissen, welche welche Konsequenzen das hat, aber
vielleicht für einen Bauleiter dann doch essentielles Wissen ist, was man mit dieser Software dann eventuell. Eher
sichtbar machen kann, oder?
[00:30:08] Achim Maisenbacher
Ja, da gibt es. Da gibt es unzählige Beispiele. Ja, weil in der Vergangenheit hat es ja auch immer funktioniert. Ja.
[00:30:15] Jan Schulz
Typischer Spruch. Ja, genau.
[00:30:18] Achim Maisenbacher
Wir haben ja früher schon Häuser gebaut. Nee, ich mache es mal an ein, zwei Beispielen noch mal klar. Wir müssen ja
alle. Es ist ja logischerweise auch noch. Eigentlich sogar noch ein Stück krasser. Eine gewisse Produktivität an den
Tag legen und diese, sagen wir mal Fachkräftemangel. Mitarbeiter wachsen nicht auf den Bäumen. Die, die ich habe,
den muss ich sorgsam umgehen. Aber die müssen auch produktiv sein. Das ist ja so ein Spannungsfeld. Ja, ich muss
ja irgendwie auch mit denen, die Dinge produktiv umsetzen, ein Stück weit so nutzen, dass sie mir am Ende des Tages
Gewinn bringen. Weil nur dann kann ich dafür sorgen, dass ich, dass ich ihnen wieder entgegenkomme, falls sie mal
Flexibilität wird. Das ganze Spannungsfeld ist genau richtig. So, und jetzt hast du als Beispiel bringe ich immer wieder
Bei unserem Kickstarter Paket heißt es, wenn man so die Leute am Anfang begleiten soll. Ich schaue mal die
Laufwege an, ja schau einfach mal Mitarbeiter steht oben auf dem Dach. Ja, stellt ein Problem fest und sein
Projektleiter ist vielleicht sogar auf der Baustelle. Aber halt unten. Dann geht er runter. Ja, sagt Martin, komm mal mit
hoch. Wir haben da oben Feuchtigkeit und ich habe keine Ahnung, ob man links, rechts oder oben, unten, untenrum
oder wie man auch immer das jetzt lösen soll. Dann läuft Martin mit Hans da hoch. Schauen Sie sich zusammen an,
sagen Sie. So macht man das. Da läuft der Bauleiter wieder runter und macht sein Ding.
[00:31:43] Achim Maisenbacher
Wenn jemand mit uns arbeitet, der Hans da oben, der macht fünf, sechs Fotos, vielleicht sogar ein kleines Video von
dem Problem. Das beschriftet er auch kurz. Dann läuft er runter zu Martin und sagt Zeigt ihm auf dem Handy oder auf
dem Tablet Guck mal, ich war gerade oben, Wir müssen das machen. So sieht es dort aus. Wie sollen wir das lösen?
Ich hätte die Idee. Klassisches Thema Ich komme nicht und frage nach der Lösung, sondern ich habe schon eine Idee
dabei. Dann sagt Martin da unten Die Idee finde ich gut, oder Die Idee finde ich nicht gut. Wir machen so oder so oder
so, dann läuft der andere wieder hoch. Der Bauleiter war drei Minuten unterbrochen und hat hat geholfen, dem
anderen sein Problem zu lösen. Der andere ist natürlich ein bisschen gelaufen, aber statt 15 Minuten zwei Leute
laufen, läuft nur einer 15 Minuten und das über den Tag gesehen übers Jahr gesehen bringt extreme Vorteile. Aber
das sieht halt der Mitarbeiter im ersten Augenblick nicht. Aber spätestens dann, wenn er sagt Hey, warum sollte ich
auch gehen? Ich habe doch gerade die Fotos gemacht, die sind noch in der digitalen Projektakte. Ich rufe jetzt den
Martin an, dann bleibt er oben und der andere bleibt unten. Sagt er Du, ich habe dir da gerade drei Fotos reingelegt.
Mach mal schnell auf, lass uns drüber sprechen. Und dann habe ich es dokumentiert und besprochen.
[00:33:04] Achim Maisenbacher
Und wenn ich dann später die Rechnung stelle, weißt du, Martin unten, was dann die Rechnung reinschreiben muss.
Und der Kunde weiß es auch, was er bekommt. Und das als kleines Beispiel, ist einfach nur die Frage. Ich weiß nicht,
wie ihr das macht bei euch, wenn ihr die Leute coacht. Das Thema. Du hast vorher kurz angedeutet, es interessiert
mich tatsächlich sehr. Zum Thema Kontrollprozess nenne ich das bei uns immer. Also ist die Katze aus dem Haus,
tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Was passiert, wenn du denkst als Chef? Hey, super, wir haben das jetzt. Wir haben
jetzt diese neue Software. Und die letzten drei Monate, wo ich auch Fokus drauf hatte, hat es gut funktioniert. Und
dann auf einmal ist was anderes wichtig und dann kommt so Schattenprozesse und dann passiert. Und deswegen
sage ich immer Überleg dir als Chef, wie du noch einen Kontrollprozess bauen kannst. Der muss gar nicht
Kontrollprozess heißen. Aber es sollte heißen zum Beispiel wenn wir dem Kunden die Rechnung schicken, dann
schicken wir ihm die Bilder zum Projekt dazu in dem Bericht. Dann habe ich automatisch den Kontrollprozess. Weil
wenn ich das nicht schicken kann, weil ich keine Bilder habe, dann komme ich als Chef. Warum schicken wir den mit
den Rechnungen keine Bilder mehr? Ja, weil wir sie nicht mehr haben. Und das in meinem aus meinem Blickwinkel ist
ein Kontrollprozess. Wie macht ihr das?
[00:34:28] Jan Schulz
Es ist ja ein typisches Thema, sage ich mal, für einen Führungskreislauf, wo man ja ein Ziel definiert und daraus dann
Aufgaben entstehen. Und typischerweise ist es ja so, dass man erstmal schaut, ob sich dieses Ziel, was ich als
Unternehmer habe, ob ich Leute habe, die das auch übernehmen können. So gehen wir mal davon aus, in diesem
Prozess ist das jetzt schon so gelaufen. Da prüfe ich natürlich auch, ob die Leute die passenden Kompetenzen haben.
Also wir sagen immer, man mussawkk prüfen, einmal die Aufgabe definieren. Die Verantwortung muss klar sein. Also
was passiert, wenn diese Aufgabe richtig gut gemacht wird? Oder richtig bescheiden, nicht nur für die Einzelperson,
sondern für das Unternehmen. Da muss aber auch geklärt sein, ob die Person, die die AfD übernimmt, auch die
Kompetenzen hat. Und die muss ich natürlich als Unternehmer nicht nur definieren, sondern auch prüfen. Und wenn
das jetzt in diesem Beispiel ist, dass wenn ich jetzt so eine engere Führung hatte, wo wir dann auch. Diesen Prozess
durchgehen konnten. Mehrere Arbeitsprozesse durchlaufen sind gemeinsam. Ob auch dann dieser Mitarbeiter, der
dann ja diese Verantwortung dafür übernimmt, auch das Gefühl tatsächlich hat, die Verantwortung zu tragen. Weil wir
sagen immer Verantwortung muss, muss man spüren. Das kann man nicht einfach delegieren und sagen Du bist jetzt
verantwortlich. Sondern der Mitarbeiter muss ja auch genau wissen, was es bedeutet, wenn ihm diese Aufgabe gut
oder schlecht gemacht wird. Und deswegen auch immer wieder so wichtig zu gucken, was motiviert die, die Menschen
dahinter? Also wie kann ich dann auch mit diesem mit der Motivation des Menschen arbeiten? Wichtig ist dann aber
auch, die Konsequenz zu benennen, das heißt die Konsequenz zu benennen, wenn diese Bilder eben nicht
mitgeschickt werden. Also welche Auswirkungen hat das? Nicht nur für den Betrieb, sondern auch für für den Kunden
am Ende des Tages, aber dann auch, wenn das dann, nachdem wir vielleicht so ein Feedbackgespräch hatten und das
angesprochen haben, was passiert, wenn sich nichts ändert.
[00:36:18] Jan Schulz
So, und in der Regel ist ja der Führungsprozess, wenn man mit Führungskräften arbeiten, dass das erstmal wie so eine
Einbahnstraße wahrgenommen wird. Also wie führe ich andere Menschen? Aber genau die gleichen Fragen stellen wir
auch in Richtung Führungskraft. Also dass man sich selber auch hinterfragt, okay, habe ich für mich die Aufgabe
überhaupt übernommen, auch Verantwortung für den Mitarbeitenden zu übernehmen? Oder habe ich gefühlt die
Aufgabe delegiert und die komplette Verantwortung abgegeben? Weil am Ende des Tages ist man ja trotzdem als Chef
oder Führungskraft für die Ergebnisse noch verantwortlich. Also dann auch für das Prüfen, ob es läuft. Und das ist gar
nicht so, dass man, dass man jetzt eben irgendwie jeden Tag in die Karten schauen möchte oder die Leute an der
Hand nimmt und wie vielleicht in der Kindererziehung in den ersten Jahren, sondern dann geht es ja wirklich darum zu
zu prüfen, ob ich selber noch Stellschrauben anpassen kann bei den Menschen. Vielleicht wird mir selber gerade
bewusst, dass dieser Prozess vielleicht mit gewissen Projekten abgeändert werden muss. Oder ein Kunde hat wirklich
darauf bestanden. Ich brauche die Fotos nicht. Wie gehen wir mit solchen Situationen um? Oder gibt es andere
Faktoren in diesem ganzen Prozess, die vielleicht dazu beitragen, dass sage ich mal, dieses eine Beispiel, dass Fotos
nicht mitgeschickt werden, dass das vielleicht untergeht. Also warum ist das so? Und deswegen ist so ein ist das ja so
ein typischer Kreislauf und der Führungskreislauf in dem Sinne, weil das hört nie auf.
[00:37:40] Achim Maisenbacher
Na ja, da fällt mir eine Sache auch noch ein, weil du es vorhin gefragt hast. Es passt eigentlich auch dazu was von
Mehrwert hat ein Mitarbeiter noch, wenn er. In einem Unternehmen arbeitet, das so strukturiert ist, wie wir das
machen? Du hast einen Fehler, eine andere Fehlerkultur? Ja, und du hast diesen Kreislauf auch. Wiederum passiert
auf der Baustelle irgendwas und kannst dir vorstellen, da ist der Ton manchmal ein bisschen rauer, klar. Ja, und dann
kommt der Chef und er pfeift quasi voll zusammen. Ja. Aber immer mit dem Blick auf Jetzt ist doof, Was hast du
gemacht, dass du so doof ist? Und ich bringe immer noch dazu und sage Hey, guck mal! Stell dir mal vor, du gehst
immer, Meister. Dann hast auf die Baustelle, läufst du den Mitarbeiter hin und sagst Wir halten das jetzt fest. Das ist
jetzt schief. Lief Jetzt kriegt man die Kuh vom Eis. Und in der Projekt nachbesprechung schauen wir uns noch mal an
Was können wir machen, damit es das nächste Mal uns nicht mehr so auf die Füße fällt? Und dann kommen Sachen
zu Tage wie das Projekt, Briefing, der Austausch mit dem Architekten, das Material vielleicht? Ja, und meistens ist es
so, also ganz oft ist es so, dass der Mitarbeiter gar nicht die Ursache ist, sondern er vielleicht nicht die richtige
Kompetenz hatte oder nicht die richtige Performance gebracht hat oder bringen konnte, weil es einfach schon.
[00:39:08] Achim Maisenbacher
Das Kind war schon im Brunnen gefallen und hat das Beste versucht zu machen und kriegt dann nachher auch noch
einen Einlauf. Und deswegen auch da hast du diesen Führungskreislauf nenne ich jetzt einfach mal so als Laie zu
sagen Hey, wenn was Blödes passiert, halten wir fest und gucken, dass man das nächste Mal drüber sprechen. Wie
kriegen wir das besser hin? Das war. Im Prinzip ist dieser Kontrollprozess der letzte Punkt auf meiner Liste gewesen.
Weil du quasi so eine Art Regelungstechnik, also Regelungstechnik heißt. Ja, du brauchst ein Feedback. Ja und? Und
so ein Kontrollprozess ist im Prinzip ein Feedbackprozess an den Chef, dass er sagt, der Prozess läuft so oder so fast
so gut wie ich ihn gemacht habe. Soll ist, ist natürlich immer ein bisschen unterschiedlich. Aber ich sage zu meinen
Kunden immer Du bist doch nicht derjenige, der dann am Freitagnachmittag hinhocken muss, bei jedem Projekt
nachschauen muss, Wie wurden die Fotos gemacht? Wurden die Zettel geschrieben? Wurden die Tagesberichte
geschrieben? Sind die aktuellen Pläne aktualisiert usw. Das musst du doch nicht machen. Du musst aber halt
jemanden finden im Unternehmen, der das macht und dir nur eine Email schreibt und sagt Hey Meister, diese Woche
wieder alles total cool.
[00:40:20] Jan Schulz
Genau.
[00:40:20] Achim Maisenbacher
Und dann hast du aus anderthalb Stunden zwei Minuten Emails lesen gemacht und jemand anders macht diesen
Kontrollprozess. Und wenn man das nicht macht, dann ist es oft so, dass es halt nach ein paar Wochen Monate so
outfadet. Ja, die kosten das dann und dann passiert irgendwann mal nichts mehr. Und du denkst, das hat doch alles
wunderbar funktioniert? Warum läuft es nicht mehr?
[00:40:44] Jan Schulz
Und am Ende des Tages geht es nicht nur bei der Software, sondern auch im Coaching in Führungsthemen,
Mitarbeiterdynamiken typischerweise immer um die gleichen Themen Zugehörigkeit zu Informationen, Zugehörigkeit
zu den Gruppen, Kein Ausschluss in dem Sinne, aber auch die Wertschätzung, die Anerkennung zu bekommen für
das, was man da macht. Und auch so ein Ausgleich von Geben und Nehmen zu spüren, Das ist ja auch super wichtig.
Wenn ich jetzt mir diese Arbeit mache, das alles sauber zu dokumentieren, dass man dann auch sieht, dass das, dass
das eben auch angenommen wird und wertgeschätzt wird und das auch genutzt wird, um um das Unternehmen
weiterhin voranzutreiben und damit, da die Projekte stimmig über die Bühne gehen.
[00:41:29] Achim Maisenbacher
Ganz am Ende. Was, was ich meinen Kunden immer empfehle, ist ganz am Ende noch ein Customer Happiness
Management, dass du einfach, nachdem das Projekt abgeschlossen ist, du die Rechnung Schlussrechnung gestellt
hast, ja noch mal auf Wiedervorlage ein, zwei Monate später in kurzen Nachfragen beim Kunden einstellst und sagst
so wie mir das bei Ihnen abgeliefert haben. Sie haben es jetzt eine Weile mit dem Dach, mit der Heizung, mit dem Bad,
mit der Küche, mit dem, was auch immer gelebt. Manchmal tauchen da einfach noch Fragen auf. Zum Thema
Bedienung, zum Thema Pflege, zum Thema Extrawünsche. Ja, wenn Sie möchten, können wir gerne mal
vorbeikommen und es anschauen. Ansonsten freue ich mich, wenn Sie uns eine positive Bewertung hinterlassen.
Macht fast keiner. Und wenn der Kunde dann noch mal was hat, habe ich entweder ein Abseilpotenzial. Ja, aber was
ich auf jeden Fall habe, ist ein Kunde, der, wenn er mich weiter empfiehlt, noch diese Sätze dazu macht. Das ist total
cool, total zuverlässig. Das war ein richtig cooles Unternehmen und die kümmern sich. Und das sind alles Werte, die
will ja ein Handwerker auch hören und ist einfach nur mit dem kleinen Prozess Customer Happiness Management.
[00:42:40] Jan Schulz
Ja, und vor allen Dingen als sag ich mal Kunde von Handwerksunternehmen ist das eine Sache, wo noch unheimlich
viel Potenzial ist, sage ich mal nach oben. Bei vielen Handwerksunternehmen oder auch sage ich mal so Umgang mit
Feedback oder auch, dass man in einem zeitlich angemessenen Rahmen Antworten kriegt Und auch zu den
Bauprozess eventuell. Und da ist auch meine Erfahrung, dass viele so gar nicht gar nicht aussagekräftig sind, weil sie
die Informationen gar nicht abrufbar haben. Was dann ja auch beim Kunden im Endeffekt, dass der Mensch ja auch
wieder einfach gestrickt Entweder läuft gut oder aber Kacke. Genau. Und diese dieser Stempel ist ja relativ schnell
gemacht.
[00:43:19] Achim Maisenbacher
Ich habe. Ich habe bei mir vor drei vier Jahren angefangen das Ganze mal zusammen zu sammeln, so einen
Videoworkshop. Und das ist ganz lustig, was du gerade gesagt hast. Dieses dieses, dieses der Kunde ist am Schluss
happy oder nicht happy. Ich habe da noch eins draufgesetzt. Ja, ich habe gesagt, wenn der Kunde nachher dir eine
Rechnung wegstreicht, weil dann eine Leistung nicht bezahlen möchte, die du erbracht hast. Aber er sagt, er hat sie
nicht bestellt. Wenn man mal streicht ihr 4.000 € weg. Das ist kein Kunde, der dich nachher weiter empfiehlt als
Handwerker. Du hast 4.000 € nicht bekommen und der Kunde läuft trotzdem nicht zu seinen Nachbarn und sagt es
total geil bei Müller, Da musst du auch deine Balkone machen lassen, weil der hat seinen Laden nicht im Griff, sondern
er sagt, Das war so ein komischer Laden, der hat da Sachen gemacht und ich habe nachher gesagt, habe ihn nicht
bestellt, muss das nicht bezahlen. Das ist keine gute Mund zu Mund Propaganda.
[00:44:13] Jan Schulz
Genau.
[00:44:14] Achim Maisenbacher
Und wenn du es aber dem gleiche Situation anders gehandelt und die Mitarbeiter hätten gesagt Ja, das können wir
gerne machen, wir kriegen sie aber einen Kostenvoranschlag heute oder morgen oder in ein paar Tagen. Zum Thema
Versprechen ja nicht viel versprechen, dann kriegt der Kunde das bestellt, es zahlt die 4.000 €, weil er hat die
handwerkliche Notwendigkeit gesehen, Er hat die Kommunikation gesehen, er hat gemerkt, das ist ein Profi, da kriegst
du deine 4.000 € und noch die gute Mund zu Mund Propaganda, weil der dann sagt Ey, ja, bei dem Müller, da kannst
du es bestellen. Der hat zwar bei mir mehr gekostet wie im Angebot, aber das war so, wie er das argumentiert hat. Und
wie er es mir gezeigt hat, habe ich gesagt Na klar mache ich das, sonst habe ich nachher Feuchtigkeit irgendwo. Und
dann hast du eine richtig gute Weiterempfehlung. Und weil ich das jedes Jahr zigmal mache, habe ich im
Onlineworkshop dazu aufgenommen. Wenn du magst, kann ich den gerne in die ShowNotes verlinken.
[00:45:08] Jan Schulz
Ja, gerne sowieso an dieser Stelle vielen, vielen Dank für diese ganzen Einblicke. Und wenn du als Zuhörer merkst
hey, ich habe selber ein Handwerksunternehmen oder sollte das beim Chef mal zeigen, gehe gerne auf
memomeister.com. Das ist die Seite von Achim, wo alles gezeigt wird über die Software. Du kannst es ausprobieren,
du kannst ein Erstgespräch vereinbaren. Und wenn sich diese Themen rund um das Handwerk und das Bauwesen
interessieren. Ich habe mir ein paar Notizen gemacht. Hier in dem Podcast macht Jaki im Handwerk, Digitalisierung,
Führung, Marketing alles, was so den den Handwerksunternehmer interessieren kann. Er besucht auch gerne
Baumkurse digital. Das verlinke ich auch alles in unseren ShowNotes. Genau Achim. Vielen Dan
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